Gemeinsam wachsen in der Ehe

So lautete das Thema von Kathrin und Horst Koch (Leiter von Jugend mit einer Mission, Altensteig) beim Candlelight-Dinner am 24. Februar 2018. An dieser besonderen Veranstaltung nahmen 36 Ehepaare teil. Musikalisch umrahmt wurde das Dinner durch ein Duo, bestehend aus Geige und Klavier. Chefkoch für das Vier-Gänge-Menü war Heiko Volz, der von einem Dutzend Mitarbeiter in Küche und Bedienung unterstützt wurde.

Der Abend gestaltete sich vielfältig durch die Begrüßung, die gefühlvolle Musik, Ansprachen und den in das schmackhafte Menü eingebetteten Vortrag sowie eine Denkpause, in der wir Teilnehmer uns Gedanken darüber machen konnten, was wir an unserem Ehepartner positiv finden.

„Ich will so bleiben, wie ich bin.“ So starten viele in die Ehe. Es treffen nicht 50% und 50% in der Ehe aufeinander, sondern zwei Persönlichkeiten mit jeweils 100%. Somit sind Spannungsfelder vorhanden. Meist unerkannt bleibt das Spannungsfeld Wachstum und Weiterentwicklung. Zu Beginn der Ehe verspricht man sich gegenseitig einander zu lieben, so wie man ist. Aber wir sind darauf angewiesen, dass der andere sich entwickelt und in der Ehe wächst; doch man kann das von seinem Partner nicht einfordern oder ihn dazu erziehen. Also liebe deinen Partner und respektiere ihn ohne Vorbehalte.

Nach Sprüche 23 gilt auch in der Ehe das Saat- und Ernteprinzip. Wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er. Sogar der Gesichtsausdruck kann ein Spiegel der Herzenshaltung sein. Wachstum fängt in unseren Gedanken an; das ist die Saat, wie wir über unseren Partner denken. Dafür ist man selber verantwortlich. Wer in Gedanken über seinen Partner meckert, löst damit eine Lawine aus. Eine Erneuerung des Sinnes ist notwendig. Praxis-Tipp: Achte bewusst auf die negativen Gedanken und trainiere das Denken über den Partner auf die positiven Dinge um – und segne deinen Partner.

Wir wachsen nur dann, wenn wir wollen. Im Römerbrief finden wir Aufforderungen zum Wachsen. Das Ziel ist es, Jesus ähnlich zu werden, also vorbehaltlos zu lieben, geduldig sein, …

Das wichtigste Wachstumsfeld (darauf ging Horst ausführlich in seinem Vortrag ein) ist die Kommunikation. Zuhören lernen, Ich-Botschaften statt anklagende Du-Botschaften, bewusst Zeiten des Redens miteinander einräumen und sicherstellen, dass man den anderen richtig verstanden hat.

Weitere Wachstumsfelder sind u.a. die Richtung in der Kindererziehung, die Lebensorganisation, Zeit mit Gott gemeinsam verbringen, Urlaubsziele …

Wachstumskiller sind der Mangel an Zeit für Kommunikation und zu wenig Investition in die Beziehung, Herzenshärte (emotional festgefahren, Verbitterung, Verachtung, Überheblichkeit, …) und die fehlende Einsicht, die eigene Schuld zuzugeben.

Wie kann ich mein Herz weich machen? Durch Umkehrung der soeben genannten Verhaltensmuster. Gemäß Hesekiel 11, 19 ersetzt Gott steinerne Herzen durch fleischerne Herzen. Also sei meine Bitte: „Herr, hilf mir, zu wachsen und zu erkennen, wenn ich falsch liege.“ Liebe deckt vieles zu. Liebe drückt sich aus durch Respekt, Hingabe, Achtung, Lob und Wertschätzung.

Konfliktprävention war der letzte Punkt des Vortrags. Dies mündete in die Aufgabe für uns Teilnehmer, in der anschließenden Pause aufzuschreiben und einander zu sagen, was einem Positives über den Partner einfällt. Mir sind auf Anhieb gleich fünf Dinge eingefallen …

Mein Fazit: Der Abend hat sich gelohnt.