Leiden ist ein unbequemes Thema, das man am liebsten verdrängen möchte. Aber die Erfahrung lehrt, dass Leiden zum Leben gehört – auch bei uns und nicht nur in fernen Ländern, in denen Hungersnot oder Krieg herrscht .

1. Gott im Leid begegnen. (Martin Lutzweiler – 28.04.2019)

Psalm 34 ist die Grundlage dieser Botschaft.

Jesus Christus ist der große Leidensmann. Leid soll nicht verherrlicht werden, aber es gehört zum Evangelium, dass Jesus für uns gelitten hat. Und das Leid wird ein Ende haben.

In Psalm 34 ist nicht nur von Leid die Rede und wie Leid geduldig ertragen wird, sondern auch von Dankbarkeit, Freude, Wohlergehen und Gelingen im Leben. Der Psalm spricht das gebrochene Herz an. Und es wird gesagt, der Herr wird aus dem Leid wieder befreien.

Alles, was das Leben ausmacht – gute und schlechte Tage, soll eingebunden sein in die Gegenwart Gottes als Fundament und Sicherheit. Die Elenden sollen es hören und sich freuen. Durch Not und Leid sollen wir näher zu Gott kommen, ernsthafter nach Gott fragen. Wenn Gott in unseren Freuden zu uns flüstert und wir das überhören: Im Leiden schreit Gott zu uns, das werden wir nicht überhören.

Zusage: Wenn du durchs Wasser gehst, wenn du durchs Feuer gehst, ich bin bei dir. Doch wie können wir damit in der Praxis umgehen? Gott war auch im Feuerofen bei Daniel und seinen Freunden dabei. Wie sind deine Lebenserfahrungen mit Gott im Leid?

Leid ist allgegenwärtig, im persönlichen Leben oder in den täglichen Schlagzeilen zum Weltgeschehen. Bei so vielen Nachrichten über Leid in der Welt neigt man dazu, abzustumpfen; es wird zu viel und nicht mehr wahrgenommen oder verdrängt und vergessen; zum Glück ist das weit weg und betrifft mich nicht. Doch wenn Leid mich selber trifft …

Egal, wie gut wir planen und vorsorgen, irgendwann kommt Leid auch in unser Leben hinein: Krankheit, Tod eines Angehörigen, Ehekrise, finanzielle Probleme … Manch einer von uns hat tiefgreifende Probleme; dem ist das nicht nur eine theoretische Frage, wie man aus dieser Situation wieder herauskommt.

Falsches Verhalten kann Leid hervorrufen. Schon eine kleine Unachtsamkeit im Straßenverkehr kann großes Leid zur Folge haben. Scham und Schuldgefühle bestimmen das Leben des Verursachers. Leid entsteht auch dadurch, dass andere Menschen einen ungerecht behandeln, bestehlen u.s.w. – Wie reagiert man darauf? Mit Wut, Bitterkeit, Hass? Leid gibt es auch als Verlusterfahrung: Krankheit, Tod, Kündigung. Beim Tod eines Angehörigen oder Freundes kann man nicht einmal jemand dafür verantwortlich machen.

Jeder wird anders mit dem Leid umgehen. Aber jeder hat das Bedürfnis, das Leid zu verstehen, den Sinn dahinter zu erkennen, Lösungen zu finden. Doch was sagt die Bibel, wie man sich mit dem Leid auseinandersetzen soll?

Der christliche Glaube gibt Antwort auf die Frage nach dem Umgang mit dem Leid. Dazu gehört das Gottesbild der Bibel; Gott leidet mit den Menschen, er nimmt ganz konkret Anteil am Leben und Leiden der Menschen. Das macht die Liebe Gottes aus. Philosophien und Religionen kennen dagegen nur abstrakte Erklärungen; sie kennen auch keinen liebenden Gott, der an einer persönlichen Beziehung zu jedem einzelnen Menschen interessiert ist. Wir sollen uns auf die Erlösung in Jesus Christus freuen; Leid soll nicht als Strafe oder als ein Abtragen der Sündenschuld angesehen werden. Die Auferstehungshoffnung geht über alles hinaus, was uns an irdischem Leid widerfährt.

Leid dürfen wir wie einen Schmelzofen oder ein Schmiedefeuer ansehen. Feuer kann hilfreich sein, weil es wärmt, aber es ist nicht angenehm, durchs Feuer zu gehen. Leid tut weh, aber es kann uns reinigen und formen wie ein Schmelzofen das Metall reinigt oder das Schmiedefeuer hilft, dem Metallstück die richtige Form zu geben. Dieses Bild vermittelt uns der Apostel Petrus (1. Petrus 1, 6 + 7). So soll Leid uns nicht zerstören, sondern stärken.

2. Vom Umgang mit Leid (Simon Tews – 05.05.2019)

  • Manche Ratschläge empfindet man als Betroffener wie Schläge, auch wenn sie einen wahren Kern enthalten.
  • Wer einen Sinn in seinem Leiden sieht, kann Leid besser ertragen.
  • Leiden steht dem Streben nach dem maximalen Glück entgegen.
  • Das Leben ist hart und nicht fair.
  • Wer nach Höherem strebt anstatt nach Selbstverwirklichung, sieht das Leid eher als normalen Bestandteil des Lebens an.
  • Die Regel ist, dass Leid zum Leben dazugehört.
  • Alles ist am Ende endlich.

Was sagt die Bibel dazu?

Johannes 11, 3ff: Lazarus ist totkrank. Doch Jesus bleibt trotz dieser Nachricht noch zwei Tage am Ölberg, der nur 2,5 km von Bethanien entfernt liegt. So muss Jesus hören: „Du kommst zu spät. Wärst du dagewesen, wäre Lazarus nicht gestorben.“ Aber später lesen wir: Jesus kann den Tod überwinden. Es ist für Jesus nicht zu spät.

Wir lesen, dass Jesus Zorn und Schmerz spürt. Er weint mit den Weinenden. Aber warum weint Jesus, da er doch die Zukunft kennt? Weil er mit den Menschen in der Gegenwart, im Hier und Jetzt lebt. Er kommt nicht mit Ratschlägen, sondern teilt die Gefühle der Angehörigen. Jesus mutet Lazarus das Leiden des Sterbens zu.

Hiob 1, 21: Nackt bin ich in die Welt gekommen, nackt werde ich wieder von der Welt gehen. Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen. Gelobt sei der Name des Herrn.

Gott will sich auch dadurch verherrlichen: Lazarus musste sterben, damit Jesus sich durch die Auferweckung des Lazarus verherrlichen konnte.

Mein Herz muss lernen: Gott gibt mir keine Garantie dafür, dass mein Leben glatt verläuft. Aber Gott garantiert mir schon in dieser irdischen Welt ewiges Leben in Herrlichkeit im Himmel bei Gott.

Wegweiser für den Umgang mit dem Leid:

  1. Gefühle und Schmerz zulassen (Jesus am Kreuz: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“)
  2. Gott litt selber (Angehörige wie Johannes, der Täufer, wurden ermordet; Jesus wurde verspottet und gefoltert; Jesus erfuhr oft Ablehnung; Gottes Leiden dient auch als Zeugnis.)
  3. Leid lehrt Beten.
  4. Leid lehrt umzudenken, sich der Herausforderung zu stellen (mit dem Herrn Zwiesprache zu halten, um die Situation aus seiner Perspektive zu sehen; die Hoffnung auf die zukünftige Herrlichkeit setzen)
  5. Was ist deine Mitte? (Hängt mein Herz zu sehr am Besitz, am Geld …? Steht Jesus wirklich im Mittelpunkt meines Lebens?)
  6. Meide die Isolation
  7. Alles ist endlich und vergänglich.
  8. Leid lehrt vergeben. (Bist du bereit zu vergeben, wie Gott dir vergeben hat?)
  9. Das Eigentliche kommt noch. (Der Himmel ist nicht auf Erden. Leid ist wie das irdische Leben nur ein Zwischenzustand. Im Nachhinein verstehen wir den Sinn des Leides – so wie Jesu Tod am Kreuz nur vermeintlich seine Niederlage war.)

Warum es besser war, dass Jesus nicht „rechtzeitig“ bei Lazarus war: Jesus lehrt durch das Leid des Sterbens seine Jünger zu glauben (Johannes 11, 15).

3. Warum lässt Gott das Leid zu? (Klaus Pache – 12.05.2019)

Der Predigttext steht in Prediger 8, 10 – 17. Der Vers 16 ist der Schlüsselvers. Salomo sagt mehrmals: „Das ist sinnlos.“ Atheisten sagen: „Es gibt keinen Gott. Der Himmel ist leer.“ Damit ist alles sinnlos, nur ein Zufallsprodukt der Evolution. Die alten Römer wussten schon: „Der Mensch ist des Menschen Wolf.“ Also ist der Mensch sich selbst sein ärgster Feind. Dass das so ist, sehen wir jeden Tag in der Tagesschau.

Aber auch im Trümmerfeld dieser Erde ist die ursprüngliche Absicht des Schöpfers zu erkennen (Römer 1, 20). Auch eine gefallene Schöpfung zeugt von Gott. So kann niemand seine Existenz leugnen. Aber der Mensch kann nicht alles verstehen (Psalm 8, 17). So stellt er auch die Frage: „Warum lässt Gott das Leid zu?“ Wenn Gott wirklich Gott ist, dann ist er souverän und nicht anklagbar. Aber wir dürfen um eine Erklärung bitten.

Wer ist denn der Übeltäter und Verbrecher in dieser Welt? Nicht Gott, sondern der Mensch selbst. Wenn alles gut geht, interessiert uns Gott nicht, aber wenn es uns schlecht geht, klagen wir Gott an und machen ihn für das Leid verantwortlich. Es muss also heißen: Warum lässt der Mensch das Leid zu? Denn der Mensch ist der Hauptverursacher von Leid aller Art. „Die Ursache allen Übels auf der Erde ist der Abfall der Menschen von Gott“ (Karl Carstens). Die Gesellschaft zerbricht an ihrem Geiz. „Geiz ist geil.“ Der Mensch erntet, was er sät.

Das Gute verkehrt sich in sein Gegenteil: Das Dynamit von Alfred Nobel sollte im Bergbau helfen, doch der Mensch baut daraus Bomben. Otto Hahns Entdeckung der Atomkraft sollte der Gewinnung von Energie dienen, doch der Mensch baut daraus Bomben. Schon Albert Einstein warnte vor Erfindungen in der Hand von Gottlosen.

Das Problem des Menschen: Liebe ist freiwillig. Liebe ist nicht programmierbar. Hätte Gott dem Menschen nicht die Möglichkeit gegeben, „Nein“ zu sagen, hätte er den Menschen gar nicht erschaffen, sondern die Schöpfung mit der Erschaffung der Tiere abgeschlossen. Liebe kann nicht erzwungen werden.

Der Einwand: Gott kennt Leid gar nicht aus eigenem Erleben. Doch das stimmt nicht. Gott hat gelitten und ist unschuldig für unsere Sünden getötet worden. Davor wurde er abgelehnt, verspottet, gedemütigt und gefoltert (Jesaja 53, 4 + 5).

Darum lässt Gott Leid zu: Man erlebt Gottes Gegenwart intensiver als sonst. Ich bin mit meinem Leiden nicht alleine. Auf mich wartet eine Zukunft im Himmel. Leiden ist eine Gelegenheit, die Beziehung zu Gott zu stärken, mehr vertrauen zu lernen und Gottes Frieden ins Herz zu bekommen.

4. Andere Menschen im Leid begleiten (Simon Tews – 26.05.2019)

Prediger 7, 2 – 4: Geh hin, wo man trauert, anstatt nach dem Vergnügen zu suchen.

Hiob 2, 11 – 13: Hiobs Freunde kommen und schweigen erst mal tagelang. Sie spüren Hiobs Schmerz, trauern mit und vermeiden oberflächliche Worte.

Sprüche 14,10 : Deine innersten Gefühle kannst du mit niemandem teilen. In tiefstem Leid und in höchster Freude bist du alleine.

Auch in Jesu höchsten Leiden am Kreuz kamen keine Worte des Trostes vom Vater im Himmel. Jesus fühlte sich von Gott verlassen. So geht es auch uns in den Stunden tiefsten Leids.

Hiob wäre am liebsten nie geboren worden. Er wollte aufgeben und sterben, um den Leib des Schmerzes zu verlassen. Außerdem fühlte er sich von seinen Freunden enttäuscht; deren Aussagen und Fragen waren für ihn keine Hilfe. Fazit: Es ist nicht unbedingt hilfreich, den Freund im Leid mit Bibelsprüchen zu konfrontieren, wenn man keine konkrete Hilfestellung bieten kann (Sprüche 25, 11).

Für uns zum Mitnehmen:

  • Wer leidet in meinem Umfeld?
  • Nehme ich auch den Kummer hinter dem Lächeln wahr?
  • Wer ist mein Nächster? Jeder ist mein Nächster.

Beistehen:

  • Geh hin!
  • Sei da!
  • Höre zu!
  • Nimm nichts Belastendes wieder mit!
  • Rede nur, wenn du wirklich sollst! (Sprüche 25, 11)
  • Frage, wenn du unsicher bist!
  • Bete!
  • Frage auch später nach! (ggf. auch ein Jahr später)

5. Gott wirkt alles in allem zum Besten (Martin Lutzweiler – 02.06.2019)

Der Predigttext steht in Römer 8, 16 – 28. Im Vergleich zur zukünftigen Herrlichkeit in Ewigkeit wird das Leid sehr klein sein. Alles, die ganze Schöpfung, sehnt sich nach Erlösung. Alle Dinge sollen allen, die Gott lieben, zum Besten dienen. Römer 8 gibt Antwort auf das Leiden, um es aushalten zu können mit der großen Sicht auf die Wirkung des Heiligen Geistes und die Erlösung.

Im Text steht dreimal „seufzen“ bzw. besser übersetzt „stöhnen“. Es ist das Stöhnen des Todes, der Vergänglichkeit, aber auch das Stöhnen in den Geburtswehen. Alle Dinge sollen zum Besten dienen (Vers 28); im bzw. durch das Leid können wir Gott erleben. Dazu mag man den Blick in den Himmel auf Gott richten.

  1. In der Situation des Leidens sollen wir Gott als den liebenden Vater ansprechen. Das stärkt die Beziehung zu Gott, auch dann, wenn wir das Leid nicht verstehen können.
  2. Wir sollen auf Gott, den Vater, auch im Leid vertrauen. Denn „alles trägt zum Besten ein.“ Die bessere Lesart lautet: „Gott wirkt alles in allem zum Besten.“ So war auch das Leiden Jesu (zu unserem) Besten. Der Knecht oder Jünger steht nicht über seinem Herrn, also ist es ganz normal, dass auch wir leiden müssen, weil Jesus (für uns) gelitten hat. Allerdings ist unser Leiden nicht vergleichbar mit dem Leiden Jesu, der damit auch alles Leid der Welt getragen hat.
  3. Am Ende der Dinge wird alles gut. Die Sicht muss auf das Ende der Heilsgeschichte gerichtet werden, um erahnen zu können, dass alles Leid und Übel von Gott zum Besten hin geführt und aufgelöst wird. Das Leid ist nicht alles und es ist nicht das Ende. Es fällt nicht ins Gewicht, weil Jesus die eigentliche Last getragen und besiegt hat: Wenn das Leid uns tötet, sind wir in Gottes Herrlichkeit – in ein Leben ohne Schmerzen – hinübergegangen. Der irdische Tod ist somit die Erlösung von Schmerzen, Leiden, Anfechtungen …

Das ist unsere Hoffnung. Der Heilige Geist hilft uns, an dieser Hoffnung festzuhalten.

Foursquare – In drei Jahren fit für den vielfältigen Dienst in einer Gemeinde

Kirche Jesu ist immer auf Wachstum angelegt, sowohl in die Tiefe, als auch in die Breite. Dieses Wachstum durften wir als CG seit unserem Bestehen kontinuierlich erleben: Von einer kleinen Hausgemeinde über die Jahrzehnte hinweg zu einer Regionalgemeinde. Durch das Wachstum ändert sich nicht der Kern und Sinn von Gemeinde, aber deren Einfluss- und Verantwortungsbereiche. So freuen wir uns über die Vielzahl an Gemeindebereichen, die dazu beitragen, dass Reich Gottes wächst.

Im Oktober 2017 legte uns Gott als Gemeindeleitung nun einen weiteren und ergänzenden Bereich aufs Herz: Die CG als Lernstätte für eine pastorale Ausbildung.

Was ist darunter zu verstehen?

Der Gemeindeverbund „Foursquare Deutschland“ (www.foursquare-deutschland.de) hat für seinen Verbund ein pastorales Ausbildungskonzept entworfen, das an dem Prinzip einer dualen Ausbildung angelehnt ist. Zukünftige Pastoren, Gemeindediakone, Pastoralreferenten, Jugendreferenten etc. sollen über drei Jahre praxisnah in einer Gemeinde ausgebildet werden.

Die Ausbildung gliedert sich in 10 standardisierte Module, die eine umfangreiche und hochwertige Ausbildung in allen Teilbereichen des geistlichen Dienstes gewährleisten
(Evangelisation, Jüngerschaft, Leiterschaft, Predigtlehre, Kinder- u. Jugendarbeit, Gebet, Seelsorge, Theologie …).

Der Auszubildende durchläuft alle Module und bringt sich somit im Laufe seiner Ausbildung in fast allen Bereichen der Gemeinde mit ein. Ziel der Ausbildung ist es, dass der Auszubildende mehr und mehr Fachkompetenz erwirbt und Leiterverantwortung erlernt und übernimmt. Am Ende der Ausbildung hat der Auszubildende 465 Arbeitstage absolviert sowie geistliche und theologische Literatur entsprechend der Module gelesen und reflektiert. Über den gesamten Zeitraum wird er von Mentoren, Anleitern und dem Ausbilder (in unserem Fall Heiko Volz) begleitet.

Der Abschluss der Ausbildung ist nicht staatlich anerkannt, wird aber in den meisten Freikirchen anerkannt. Zudem kann die Ausbildung für ein aufbauendes Theologiestudium angerechnet werden.

Wie sieht das nun konkret in der CG aus?

Als wachsende Gemeinde wollen wir Leiterschaft fördern. Dies geschieht bereits auf unterschiedlichen Ebenen und wird auch weiter ausgebaut. Mit dem Bereich „Ausbildungsgemeinde“ kommt ein weiterer Baustein hinzu, der zum Ziel hat, Personen aus der Gemeinde auszubilden, die für sich einen Ruf zum hauptamtlichen Dienst verspüren und den Wunsch haben, praxisnah ausgebildet zu werden. Ob der Auszubildende am Ende eine Anstellung in der CG findet oder anderswo, bleibt komplett offen.

Im April 2018 sind wir mit Karo Volz durchgestartet, die ihre Ausbildung derzeit aufgrund ihrer familiären Situation unterbrochen hat. Seit September 2018 ist nun Naemi Ratz in die Ausbildung eingestiegen. Deren monatliche Ausbildungsgebühr trägt die Gemeinde. Eine Ausbildungsvergütung gibt es nicht.

Wir freuen uns, als Ausbildungsgemeinde dazu beizutragen, dass neue Leiter heranwachsen und, wo auch immer, Reich Gottes in Zukunft mitgestalten werden.

Weitere Infos:

Pastorale Ausbildung foursquare: www.pastorale-ausbildung.de

Ausbildung in der CG: ed.negnidnemlle-gcnull@zlov.okieh

Wir haben unsere zwei Azubis zu ihren Erfahrungen und Erwartungen befragt:

Was hat Dich dazu bewogen, diese Ausbildung zu beginnen? Hattest du schon länger nach so einem Modell Ausschau gehalten?
Naemi: Ich hatte schon länger über eine Veränderung nachgedacht. Während meiner Arbeit im Büro habe ich mir immer wieder Gedanken über den Sinn meiner Arbeit und über meine Berufung gemacht. Ich wollte meine Zeit, Kraft, Fähigkeiten und Begabungen gerne da einsetzen, wo Gott mich gebrauchen möchte. Und da mir die Arbeit in der Gemeinde total gefällt und ich gerne mehr Zeit dafür haben möchte, habe ich mich schlussendlich für diese Ausbildung entschieden.
Caro: Es hat einfach sofort gepasst!

Was kostet dich diese Ausbildung – zeitlich, finanziell, …?
Naemi: Bisher habe ich Vollzeit als Groß- und Außenhandelskauffrau gearbeitet. Ab dem Ausbildungsbeginn arbeite ich nur noch halbtags, somit verdiene ich auch nur noch die Hälfte. Ich werde mehr Zeit als bisher in der Gemeinde verbringen, viel mehr lesen (und ich bin wirklich keine Leseratte) und mich mehr mit theologischen und persönlichen Themen beschäftigen.
Caro: Der zeitliche Faktor war für mich nicht zu unterschätzen. Ich habe gemerkt dass ich meinen Hauptberuf (Mama) zu sehr hinten an gestellt habe. Aber das Gute an der Ausbildung ist ja, dass sie so flexibel ist.

Was erwartest du für dich persönlich – für deinen Einsatz in der Gemeinde?
Naemi: Ich erwarte, dass ich in vielen Bereichen herausgefordert werde und wachsen darf, dass ich mehr über Gott, den Glauben, die Gemeinde, mich selbst, die Bibel, das Miteinander lernen werde.
Caro: Einen Blick auf das große Ganze zu bekommen. Was Gemeinde ausmacht. Und wie ich da rein passe.

Möchtest du in ein paar Jahren als Pastorin in der CG arbeiten oder wozu brauchst du eine theologische Ausbildung – was sind deine Ziele mit dieser Ausbildung?
Naemi: Ich bin mir noch nicht sicher, wo Gott mich nach der Ausbildung haben möchte, und ich bin gespannt, was in diesen drei Jahren entstehen und wie meine Berufung aussehen wird. Mein Ziel ist es, zu wachsen und darauf zu hören, was Gott mir sagt. Ob ich danach Vollzeit, Teilzeit oder irgendwie anders in Gemeinde arbeiten werde, weiß ich noch nicht. Eins weiß ich aber: Ich möchte dienen (MK10,45).

Caro: Pastorin ist nicht mein Ziel – außer Gott legt mir das aufs Herz. Ich möchte weiter im Glauben und in der Mitarbeiterschaft wachsen.


Was bedeutet diese Ausbildung jetzt ganz praktisch für dich?
Naemi: Praktisch bedeutet das für mich, dass ich ab September halbtags (mittags) arbeiten werde und am Vormittag und den meisten Abenden in der Gemeinde sein werde. Ich werde viel lesen, alle Bereiche durchlaufen und einfach Gott dienen.

Caro: Einen „Ein‘blick in jeden Bereich bekommen, verschiedene Aufgaben und Gebiete kennenlernen und auch mitarbeiten. Über den eigenen Schatten springen.

Heiko Volz

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Die neue Gemeindeleitung steht nach der Wahl im Juli 2018 in den Startlöchern, um nun die nächsten fünf Jahre CG Ellmendingen in den Blick zu nehmen.

Wir haben in den letzten fünf Jahren viele Veränderungen und Wachstumsschübe erlebt, die uns vor spannende Aufgaben stellen: zu wenig Parkplätze, immer häufiger volle Gottesdienste, viele, viele Kinder, Menschen, die dazukommen und Anschluss finden möchten, Hauskreise, die laufend wachsen, Menschen, die gebraucht werden, um Verantwortung zu übernehmen, usw..

Wir haben für den Abschluss der letzten fünf und für den Start in die nächsten fünf Jahre einen Berater hinzugezogen, der uns seit Juni nun in verschiedenen Fragen begleitet.

Im Frühjahr haben wir als Gemeindeleitung beschlossen, im Bereich der Audio-, Video- und Lichttechnik umfangreiche Verbesserungen durchzuführen. Eine der ersten für euch spürbaren Neuerungen war die Anschaffung eines neuen Beamers, der die Les- und Sichtbarkeit von Texten und Bildern enorm verbessert hat. Zusätzlich soll im Bereich der Audiotechnik die Funktionsstabilität und die Qualität der Musik- und Sprecherwiedergabe optimiert werden. Hierfür sind etliche Anschaffungen notwendig, die zwar kostenintensiv sind, aber die Bedienerfreundlichkeit für die Techniker und die Hörerfahrung für jeden Gottesdienstbesucher deutlich verbessern werden.

Wir sind uns dessen bewusst, dass alles, was wir an Wirken und Reden Gottes in unserer Gemeinde erleben, Gnade und Geschenk ist. Dafür sind wir Gott unendlich dankbar und ihm gebührt dafür alle Ehre. Zugleich bitten wir euch: Betet für uns als Gemeinde, dass Gott uns als CG Ellmendingen mehr als je zuvor als Salz und Licht in dieser Welt gebraucht. Betet dafür, dass wir als Gemeindeleitung einmütig und demütig Gottes Willen für uns als Gemeinde finden dürfen. Betet für Weisheit, ein gutes Miteinander und ein gelingendes Zusammenspiel unserer unterschiedlichen Gaben.

Wir wollen auf diesem Weg nun regelmäßiger den Einblick nutzen, um von aktuellen Themen, Prozessen und Entscheidungen zu berichten, die uns als Gemeindeleitung bewegen.

Wenn ihr Fragen, Gedanken oder Anregungen habt, so kommt gerne auf uns zu.

Herzlich grüßt euch eure Gemeindeleitung

Martin Lutzweiler, Simon Tews, Heiko Volz, Andrea Bergmeyer, Tabea Röck, Jürgen Keinath, Gerd Augenstein, Jochen Hofma

Mit der Wahl im Juli 2018 gab es einen Wechsel in der Gemeindeleitung. Tabea Röck übernahm das Amt des Ältesten von Bernhard Augenstein. Wir haben sie gebeten, uns ein bisschen mithineinzunehmen in ihre Erfahrungen mit dem Amt und Erwartungen an das Amt. Vielen Dank für eure Offenheit!

Hier die Fragen:

1. Name, Ehepartner, Familie, Beruf

Bernhard: Mein Name ist Bernhard Augenstein, ich bin verheiratet mit Petra, wir haben vier Kinder und inzwischen vier Enkel. Ich bin Dipl. Mathematiker und arbeite als Senior Consultant in einem IT Unternehmen.

Tabea: Ich heißte Tabea Röck (48 Jahre), bin seit 26 Jahren mit Andreas verheiratet und zusammen haben wir zwei Töchter, Hanna-Noel (23 Jahre) und Luisa-Marie (17 Jahre), die beide unser ganzer Stolz und Freude sind. Ich bin gelernte Steuerfachgehilfin, arbeite mittlerweile aber als Personalsachbearbeiterin eines mittelständischen, internationalen Unternehmens in Birkenfeld.

2. @Tabea: Warum bist du Älteste geworden?

Tabea:  Als ich im Februar dieses Jahres von der Gemeindeleitung angefragt wurde, das Amt einer Ältesten zu übernehmen, habe ich es mir mit der Antwort nicht leicht gemacht. Ich hatte mich mit Gedanken auseinanderzusetzen, dass es da mit Sicherheit einige andere „Kandidaten“ gibt, die um einiges besser dafür geeignet sind als ich, begabter, wortgewandter, geistlicher etc. Außerdem war da die Angst, ob ich „abliefern“ kann, was von mir erwartet wird, ob ich die Gemeinde „zufriedenstellen“ kann…

Zuerst habe ich mich natürlich mit Andreas beraten, aber auch die Meinung meiner Töchter war mir wichtig. Hanna und Luisa haben beide unabhängig voneinander die „Sorge“ ausgesprochen, dass es evtl. mit dem zeitlichen Aufwand viel werden könnte für mich, da ich ja auch noch berufstätig bin. Meine anderen Zweifel haben sie beide wie nichts weggewischt. „Mama, du schaffst das, du kannst das.“

Ich schätze und achte meine Gemeindeleitung sehr, dennoch war es mir wichtig, von IHM eine Antwort, ein „go for it“ zu bekommen. So habe ich mir also einen freien Tag genommen, mich winterwarm angezogen (- 7 Grad, es war bitterkalt!!!),  mir einen Rucksack gepackt mit Thermoskanne, Bibel, Tempos, Handy, Notizbuch, Liederbuch und habe mich auf den Weg nach Bad Liebenzell gemacht. Dort gibt es eine ganz kleine Holzkapelle. Dahin habe ich mich zurückgezogen – habe mich vor das elektrische Heizkörperchen gekauert und Gott gesucht. Ich habe ihm meine Selbstzweifel, meine Fragen, meine Ängste und Bitte um Antwort vorgelegt: Und er gab mir eine Antwort mit der Bibelstelle aus Micha 6 Vers 8: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

Es war, als wenn der Heilige Geist zu mir spricht und mir bestätigt, dass er diese Dinge in meinem Leben sieht und mich ermutigt, darin weiter zu gehen, und dass ER sich darüber freut.  Dieser Zuspruch hat meinem Herzen und meiner Seele Frieden gegeben, und mit der Zuversicht, dass Jesus mit mir sein wird, konnte ich der Gemeindeleitung mein „Ja“ mitteilen.

@ Bernhard: Warum bist du Ältester gewesen?

Bernhard: Ich wurde im Jahre 2000 zum Ältesten berufen. Einige Zeit vorher gab es in der Gemeinde eine Prophetie für die Erneuerung der Ältestenschaft. Es wurden die Ältesten mit Bäumen verglichen, die zum Teil durch junge Bäume ersetzt werden sollten. Die älteren Bäume sollten weiter Früchte geben, bis die jungen Bäume groß genug sind, um selber Früchte zu tragen. Die Eigenschaften eines der neuen Bäume/Ältesten wurden so genau beschrieben, dass ich mich darin wiedergefunden habe. Auch wir als Familie konnten diese Berufung sehen, sodass ich diesen Auftrag dann angenommen habe.

3. @Tabea: Was motiviert dich für diesen Dienst und was möchtest du damit erreichen?

Tabea: Die Gemeinde selbst, all die Menschen motivieren mich – ich mag unsere Gemeinde. Nicht umsonst sind wir seit 25 Jahren hier verwurzelt. Hier habe ich meine geistliche Heimat, hier habe ich einen Großteil meiner Freunde. Und ich profitiere aus jeder Begegnung, jedem Gespräch, allem Miteinander.

Ich träume davon, dass wir zu einer Gemeinde werden, in die Sonntag für Sonntag hungrige, suchende Menschen strömen, diese zu einem Neuanfang mit Jesus finden und sich taufen lassen. Ich hoffe, dass ich mit meiner Art, meinem Wesen und den mir sich bietenden Möglichkeiten meine Gemeinde ermutigen kann, sich immer wieder  auf das Abenteuer „Leben mit und an der Seite Jesu“ zu begeistern. Ich glaube, dass Erweckung in Deutschland geschehen kann, das steht außer Frage, aber nur so weit, wie wir als Einzelne das auch wünschen und uns selbst auch immer wieder entzünden lassen.

@ Bernhard: Was hat dich motiviert – auch wenn es mal schwierig wurde? Was war ein Höhepunkt, an den du dich gerne erinnerst?

Bernhard: Motiviert haben mich immer die Menschen unserer Gemeinde. Es war für mich immer eine Freude mit dabei zu sein, wenn Menschen, die als Gäste kamen, ihren Platz in unserer Gemeinde gefunden haben und Gott sie befähigt hat, in seinem Reich mit anzupacken.

Auf deine Frage nach den Höhepunkten weiß ich nicht so recht, was ich dazu antworten soll, weil die Situationen, an die ich mich gerne erinnere, Situationen sind, in denen Gott eingegriffen hat.

Hierzu gehören sicher die Momente, wenn wir als Älteste für kranke Menschen beten und dann miterleben dürfen, dass Gott konkret eingreift, und das nicht, weil ich ein anderer oder besserer Mensch bin, sondern weil Gott sich zu seinem Wort stellt (Jakobus 5).

Auch die Zeit von Planung und Bau des neuen Gemeindezentrums enthält viele solcher Situationen, in denen mich Gott beschämt hat.

Wir konnten damals Grundstücke von einer Erbengemeinschaft kaufen, die zerstritten war und nicht alle davon in Deutschland lebten.

Dass die von uns festgesetzten 30% Eigenkapital aus Rücklagen und langfristigen Darlehen von Gemeindegliedern nach einem Jahr vorhanden waren und der Bau dann beginnen konnte.

Dass viele Hände zusammen angepackt haben und so unser Gemeindezentrum gebaut werden konnte.

Dankbar bin ich auch für alle, die für uns als Gemeindeleitung gebetet haben und auch weiter für die jetzige Gemeindeleitung beten. Das ist ein wichtiger Dienst, der mir sehr geholfen hat, meine Aufgaben in der Leitung zu tun.

4. @Tabea: Gibt es ein Bibelwort, das für dich sehr wichtig ist – warum?

Tabea:  Ich habe kein spezielles Bibelwort, das mich begleitet. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass ich das Wort bekomme, das ich gerade in einer Situation benötige. Ich lese aber von Herzen gerne Psalmen. Da begegnet mir immer wieder der wahre, echte Mensch mit all seinen Anklagen, Nöten, Fragen, Zweifel, Verbitterung, die er vor seinem Gott ausbreitet – und was mich anspricht ist dann, dass die Schreiber immer wieder zu einem „dennoch“ zurückfinden. Das ist so ein Credo in meinem Leben: Dennoch bleibe ich fest an DIR – auf DICH setze ich meine Hoffnung – nichts kann mich aus DEINER Hand reißen…

 

@ Bernhard: Gibt es ein Bibelwort, dass dich immer wieder begleitet hat – welches?

Bernhard: Es waren immer wieder Worte, die mich in unterschiedlichen Zeiten begleitet haben, die, jedes zu seiner Zeit, für mich wertvoll und hilfreich waren.

Ein Satz hat mich viele Jahre meiner Ältestenschaft begleitet – unser Gemeindemotto: „Die Freundlichkeit Gottes (er-)leben!“ Dieses Motto hat mich sofort angesprochen. Menschen mit unserem freundlichen Gott bekannt zu machen, dazu beizutragen, dass Menschen in unseren Veranstaltungen selbst Gott erleben können und eine Beziehung mit ihm eingehen. Ich bin mir sicher, dass dieser Satz mich auch noch weiter begleiten wird, da er immer schon mein Herz angesprochen hat.

 

5. @ Tabea: Was wünschst du dir von der Gemeinde?

 

Tabea: Viel, viel Gebet! Ich bin mir bewusst, dass der Feind auf der Lauer liegt und uns versucht lahm zu legen. Das kann in jedem Bereich unseres Lebens der Fall sein. Er kennt die „Achillesverse“ von jedem. Je mehr wir nach Gottes Wort leben und uns öffnen für die Führung durch den Heiligen Geist und entsprechend glaubend handeln, wird Satan sich das ungern gefallen lassen. Ich bitte die Gemeinde sehr, für uns als Gemeindeleitung um Schutz, Frieden und Einheit im Geist zu beten.

Und für mich persönlich bin ich auch sehr, sehr dankbar für jedes Gebet. Und ich freue mich über jeden, der mich anspricht, mir eine Rückmeldung gibt, ehrlich nachfragt und den ich kennenlernen darf.

   

 Was wünschst du dir für die Gemeinde?

 

Tabea: Wir sind eine Mehrgenerationengemeinde – und das finde ich spitze. Ich freue mich immer wieder unsere älteren Geschwister zu sehen, das ein oder andere Gespräch miteinander zu führen, aus ihrem Leben zu hören und dann ihr großes Herz zu spüren. Sie sind ein unglaubliches Vorbild für mich. Viele von ihnen haben in den vergangenen Jahrzehnten unserer Gemeindegeschichte immer wieder Veränderungen ihrer Gewohnheiten annehmen müssen; man bedenke nur, wie noch vor 20 Jahren ein Gottesdienst gefeiert wurde. Vieles ist so anders und fremd für sie und wir „Jungen“ dürfen uns mit ihrer Unterstützung weiter entwickeln und ein Stück mit der Zeit gehen. Ich hoffe sehr, dass gerade auch meine Generation sich ein Beispiel daran nimmt, dass es uns immer wichtig sein wird, die Einheit des Leibes Christi zu suchen. Dass wir immer das Gespräch miteinander suchen, statt übereinander und dass wir dadurch dem Feind kein Schlupfloch bieten für Angriffe und Zerwürfnisse. Ich wünsche mir, dass es jedem von uns wichtig wird, ein Segen zu sein für seinen Bruder, seine Schwester und dass wir uns das gegenseitig spürbar zeigen.

Und was ich mir außerdem wünsche, ist, dass wir noch mehr zu einer hörend- betenden Gemeinde werden. Dass wir durch das Hinhören und Erwarten von Antwort, Gott mächtig erleben, gefolgt von Zeichen und Wundern, und uns das mutig und kühn werden lässt.

Das ist nur ein kleiner Teil von dem, was ich mir für unsere Gemeinde wünsche. Es gibt noch so viel mehr!!! Sprecht mich gerne an! 🙂

Eine wirkliche Bereicherung in der Gemeinde für Eltern und deren kleine Stars ist der wöchentlich stattfindende In- & Outdoor Spielplatz. Hier treffen sich Eltern mit ihren Kleinen zum ganz großen Spiel. Für Kids von 0-4 Jahren wird einiges geboten.

Aller Anfang ist leicht

Am Anfang steht bekanntlich die Idee. Bei der Umsetzung zeigt sich dann meist, wie viel Ehrgeiz wirklich dahinter steckt… Die schaffenden Köpfe hinter dem In- & Outdoor Spielplatz hatten Ehrgeiz und ein Ende ist nicht in Sicht! Das Angebot ist erst ein paar Wochen alt, da wird jedem schnell klar, dass da eine ganz große Sache begonnen hat. Ein paar kreative Köpfe haben sich das Ziel gesetzt, ein spannendes Angebot für Eltern und deren Nachwuchs ins Leben zu rufen, und dieses Ziel erreicht. Einmal in der Woche sollen Kinder von 0-4 Jahre die Möglichkeit haben, sich in einer entspannten Atmosphäre zu treffen. Eltern wissen nur zu gut, dass eine solche Entspannung nur dann möglich ist, wenn die Kids beschäftigt sind. Und darum geht es bei der Umsetzung dieser Idee.

Hier wird wirklich was geboten

Der In- & Outdoor Spielplatz bietet Spiel und Spaß an jeden Freitag im Inneren des Gemeindezentrum W18. Wenn das Wetter mitspielt, wird das Angebot flexibel im Außenbereich erweitert. Toll ist, dass über die großzügige Außenfläche auf den bereits vorhandenen Spielplatz zurückgegriffen werden kann. Dies gilt ebenso für eine Vielzahl vorhandener spannender Spielsachen. Die Kinder haben also ausreichend Platz zum Toben und viele Möglichkeiten, sich im Spiel zu vertiefen. Natürlich liegt die Aufsichtspflicht für die Kids bei den Eltern. Die geübte Mutter und der kühne Vater kennen solche Herausforderungen und meistern trotz aller Hektik im Spiel den Genuss des verdienten Kaffees. Vorteilhaft wirkt hierbei mit Sicherheit die großzügige Verglasung des Gemeindezentrums. Durch diese haben die Aufsichtspflichtigen auch im Innenbereich ihre Zöglinge ständig im Auge.

Das Angebot entwickelt sich

Es könnte nicht besser sein. Das Angebot wird gerne und immer mehr in Anspruch genommen und auch das Feedback ist sehr positiv. Viele Stimmen fragen schon nach einer Erweiterung des Programms für Kids im Alter von über vier Jahren. Leider reichen dafür die Kapazitäten der Mitarbeiter vorerst noch nicht aus. Auch wenn die Kinder im Mittelpunkt stehen, so ist es auch für die Mütter und Väter zu einer tollen Sache geworden, sich in diesem Kreis treffen zu können. Damit sich das Angebot weiter entwickeln und auch aufrechterhalten werden kann, benötigt dieses Team dringend Unterstützung.

Wir brauchen euch!

Sagt es weiter! Der In- & Outdoor Spielplatz hat seine Tore für alle Interessierten geöffnet. Was ihr auch weitersagen dürft: Das Team braucht Unterstützung und nimmt Hilfe dankbar an. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. An einem jeden Freitag muss das Spielplatzteam neben dem Betrieb der ganzen Sache auch den Auf- sowie Abbau meistern. Nebenbei fällt dann noch Organisation, Werbung, Reinigung, Spielsachenwiederaufbereitung und vieles weitere an. Die selbstgebackenen Kuchen, die das Team gerne anbietet, brauchen auch fleißige Bäcker. Ihr lest den Bedarf schon heraus…

Vielleicht kennst ganz speziell DU jemanden oder hast selbst Lust, das Team zu unterstützen. Dann melde dich bei Hannah Volz oder Beatrice Ratz. Das gesamte Team freut sich auf dich, deine Liebsten und deine Kids. Jeden Freitag von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr im Gemeindezentrum W18 der CG Ellmendingen.

Sascha Mohr

Den ganzen Sommer über waren unsere kleinen und großen Krabbelgruppenkinder auf dem Spielplatz und dem Innenhof der CG unterwegs. Da wir die Sandelsachen und Fahrzeuge des In&Out Spielplatzes mitnutzen dürfen, ging es oft sehr rasant zu. Neben Sandkuchen backen und rutschen standen in diesem Jahr auch Bobby-Car fahren und „Rasen mähen“ auf dem Programm. Auch im Planschbecken hatten alle ihren Spaß und konnten sich bei den heißen Temperaturen abkühlen.

Aber es hat sich auch einiges verändert in den letzten Monaten.

Da oftmals der Termin am Montag als unpassend empfunden wurde, trifft sich die Gruppe seit Mitte des Sommers dienstags vormittags.

Diese Terminänderung wurde auch im Hinblick darauf vorgenommen, dass einige Kinder „aus Altersgründen“ die Krabbelgruppe verlassen haben und wir dadurch umso mehr auf der Suche nach neuen jungen Mamas mit ihren Kleinen sind, die die Gruppe wieder verstärken.

Von dem Herauswachsen der Kinder aus dem Krabbelgruppenalter war dieses Mal auch die Leitung betroffen, sodass es hier einen Wechsel gab. Simone und ich verabschiedeten uns als Leiterinnen aus der Krabbelgruppe. Ein leckeres gemeinsames Frühstück war ein sehr schöner Abschluss dieser schönen Aufgabe.

Die neuen Leiterinnen der Gruppe sind Beatrice Ratz und Ayse Bek. Wir danken euch beiden, dass ihr diese Aufgabe übernommen habt und wünschen euch dafür Gottes Segen und genauso viel Spaß, wie wir hatten!

Julia Haß

Wir schaffen sie nur selten – die gemeinsame Familien-Andacht. Neulich hat es dann aber doch mal wieder geklappt und prompt sind wir hängengeblieben. Am Wort „nachsichtig“. Je nach Bibel-Übersetzung wird es an verschiedenen Stellen im Zusammenhang mit „sanftmütig“ oder „geduldig“ verwendet.

Ich finde spannend, wie Wörter im Lauf der Zeit ihre eigentliche Bedeutung verändern oder gar umkehren können. Unter „Nachsicht“ würden wir heute ja verstehen, wenn man es mit schlechten Eigenschaften oder Sünden Anderer nicht so genau nimmt. Nicht so genau hinsieht. Ein Auge zudrückt. Eigentlich meint Nachsicht aber das Gegenteil: Gott ist nach-sichtig, gerade weil er genau hinsieht. Noch einmal nachsieht. Nicht auf den ersten Blick verurteilt, pauschale Maßstäbe anlegt, sondern uns mit unserer ganzen Geschichte im Auge hat. Er schickt alle weg, die uns steinigen wollen und nach dem Punkt des Gesetzes vielleicht sogar recht damit haben, dann kommt er unter vier Augen auf den Punkt. Auf Deinen und meinen Punkt.

Er ist ein gerechter Richter, da haben die Fundamentalisten unter uns schon Recht. Allerdings sieht die Gerechtigkeit Gottes exakt so aus: Sie kennt – Stand September 2018 – rund 7,644.278 Milliarden Wahrheiten. Sichtweisen. Standpunkte. Biografien.

Es ist der Lieblingssatz kleiner Kinder, wenn sie nicht dasselbe bekommen wie Geschwister oder Freunde: Das ist so ungerecht! Gottes nachsichtige Gerechtigkeit kennt aber keine Gleichheitsgrundsätze, hier bekommt stattdessen jeder, was er braucht. Was er „verdient“. Was ihn froh und frei macht. Was zu ihm spricht. Seine Wahrheit. Gottes nachsichtige Gerechtigkeit bedeutet nämlich: Er wird jedem Einzelnen gerecht.

Das Problem ist, dass wir mit unserer (!) vermeintlich (!) bibeltreuen (?) Auslegung der einen (?) Wahrheit im Umgang mit unserem Nächsten eigentlich immer daneben liegen. Mit Gottes Nachsicht haben wir große Probleme. Wie kann es sein, dass etwas für den Einen stimmt und den Anderen nicht? Götzenopferfleisch essen oder nicht – das heißt heute nur anders, aber die Fetzen fliegen immer noch. Besonders wenn es um Moral und Anstand, um gebrochene Tabus und anscheinend verschobene Maßstäbe geht, pflegen wir immer wieder denselben Mechanismus: Regeln formulieren, Grenze ziehen, fertig. Das ist so schön leicht, und gut als frommes Mühen zu verkaufen. Dabei aber Verantwortungs-los und Gott-los.

Eigentlich wissen wir ja: Wenn du willst, dass jemand etwas tut – verbiete es ihm ausdrücklich. Wenn du willst, dass jemand Grenzen überschreitet – definiere sie mit Stacheldraht und Beton. Aus wohlmeinender Sorge (oder frommer Besserwisserei, die Grenzen sind da leider fließend) neigen wir Christen zu grobem Unfug. Wir haben Werte von jedem Wert entkernt, Symptome kuriert statt Heilung für Krankheit zu suchen, Hindernisse aufgebauscht statt Chancen und Wunder zu sehen. Ich meine übrigens mich selbst: Wie oft habe ich nicht schon über Geschiedene geurteilt, über andere Eltern, über Ältere, Jüngere, lange und kurze Röcke, Dicke, Dünne, Kranke oder Gesunde – am intensivsten übrigens dann, je weniger ich vom Anderen wusste. Ich schäme mich dafür.

Und wie kommen wir da raus? – Wir sollten uns immer wieder mit 1. Korinther 13 impfen. Liebe ist nach-sichtig. Liebe ist an der Wahrheit interessiert und nicht am Rechthaben. Liebe kann auch mal was schiefgehen lassen. Liebe macht sich Mühe. Liebe versucht es wieder und wieder. Liebe hört zu, statt zu reden. Liebe setzt frei. Gott setzt frei.

Johannes Riegsinger

Grenzenlose Freiheit gibt es laut Reinhard Mey über den Wolken. Doch grundsätzlich gibt es sie nicht.

Als Gott den Menschen schuf, hatte er ein frei entscheidendes und handelndes Geschöpf im Sinn. Göttliche Grenzen, Gebote, sind zum Wohl des Menschen da.

Schon kleine Kinder bestehen darauf, Dinge selbst machen zu wollen. In der freien Betätigung können sich Begabungen entfalten. Begleiten, nicht bevormunden, ist ein göttliches Prinzip. So kann der Segen von Grenzen gelernt werden. Nur in Sicherheit bietenden Grenzen kann wahrhaft frei gelebt werden.

Freiheit ermöglicht, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können.

Die Bahnradsportlerin Christina Vogel, die in Folge eines Trainingssturzes eine Querschnittslähmung erfuhr, sagte kurz nach Beginn der Reha im Interview: „Ich vergleiche mich gerade tatsächlich mit einem Baby, das lernen muss, sich selber zu drehen und aufzusetzen. Und es ist schön, dass ich mir damit Zeit lassen kann.

Zum ersten Mal in meinem Leben muss ich nichts, ich kann. Diese Situation möchte ich genießen. Im Grunde genommen bin ich zum ersten Mal frei.“

Das Erleben von Vogel ist charakteristisch für viele Menschen. Wenn auch nicht in dieser krassen Form. In der Begrenzung erfährt sie Befreiung vom eigenen Ehrgeiz, von Forderungen der Sponsoren und Trainer. Auch von Erwartungen der Gesellschaft. Dies waren Elemente für Erfolg, aber auch für Unfreiheit. Menschliches Leben hat bestimmende Antriebsfaktoren. Und oft boykottieren diese ein selbstbestimmtes und freies Handeln. Wir leben in einer „freien Welt“ und empfinden doch, dies ist ein Druckfehler. Der Filmtitel, „Das Gespenst der Freiheit“ drückt Überforderung im Umgang mit ihr aus. In Freiheit leben bedeutet nicht automatisch sich frei fühlen. Es gibt den Begriff des Freiheitsgrades. Er bedeutet, es gibt Grenzen, ab denen freies Handeln nicht möglich ist. Die Frage ist, wer setzt diese Grenzen. Sind sie göttlicher Prägung? Er gönnt uns weiten Raum! Sind sie durch eigene, vielleicht unfreie, Antriebe gesetzt? Oft ist unser Freiheitsgrad äußerst bescheiden. Mangelt es uns an Wahrheit, wenn wir unser Leben analysieren? Um den Freiheitsgrad zu weiten, braucht es eigentlich nur die richtigen Antworten auf die Fragen: Wie werde ich wahr? Durch den Geist der Wahrheit lese ich in Gal. 5.16.

Und weiter, wie werde ich frei? Indem ich meinen Freiheitsgrad durch Glauben an Jesus weit machen lasse! Gal. 5 ff.

In Jesu Liebe darf ich tatsächlich grenzenlose Freiheit erfahren! Auch wenn ich im finsteren Tal bin. Ps. 23. Leben mit und unter Gott ist wirklich befreiend!

Siegfried Riegsinger

Die Kombi-Konferenz des MV Ende April 2018 ist gelungen: Ellmendinger Gastfreundschaft und großzügiges Ambiente wird von Dauer-Sonne überstrahlt und macht Laune. Damit gerät die Delegiertentagung und Mitarbeiterkonferenz des MV zum Ausnahme-Event. Knapp 300 Teilnehmer sind aus ganz Deutschland in den Süden gekommen und haben viele Erwartungen mitgebracht.

Neben den vielen Ehrenamtlichen sind nicht wenige hauptamtliche Theologen angereist. Um Verbandsluft zu schnuppern, Gemeinschaft zu genießen, Neuorientierung und Segen von Gott zu erhalten. Jeder hofft, im Überraschungs-Ei – das die ECHT zunächst für alle ist – ein Geschenk von Gott persönlich vorzufinden.

Clemens Pust, ECHT-Moderator, Pastor in Mühlheim und Familienvater, hat das kleine Ei dabei und macht Mut, viel von Gott zu erwarten.

Eine Überraschung ist auf jeden Fall John van Dinther.

Hans-Peter Pache aus Berlin führt den Gastsprecher aus Stockholm ein: Der Niederländer und einstige Tellerwäscher ist heute Gemeindegründer und Pastor der New Life Church in Stockholm. Er hat sich einem großen Ziel verschrieben: Hoffnung in diese Welt zu bringen.

Seine Aufgabe sieht er darin, Gottes Leute auszurüsten. Nicht etwa, damit sie seinen Visionen oder dem Kirchenbetrieb dienen, sondern von sich wegsehen, um Menschen wahrzunehmen und ihnen zu dienen.

Was John van Dinther in seiner Gemeinde in Stockholm beobachtet, ist, dass viele Geflüchtete und Muslime dort auftauchen. Er ist überzeugt, Gott hat etwas vor und er handelt gerade mitten in der Flüchtlingsbewegung. Besonders Deutschland habe Gott darin eine echte Aufgabe zugedacht. Deshalb fordert er die Mitarbeiter des MV auf, zusammen mit Gott hinzusehen und zu beginnen, strategisch zu denken.

Etwas in uns Menschen ist „zerbrochen und muss wiederhergestellt werden.“ Um sich dieser Herausforderung zu stellen und der Not der Welt zu begegnen, muss nicht jeder alles tun und können. Gott habe unterschiedliche Gaben und Dienste gegeben und Jesus Christus selbst seine Leute berufen: Lehrer, Pastoren, Evangelisten, Propheten und Apostel müssten entdeckt und gefördert werden.

Die Völker der Erde kommen zu uns und wir sehen ihre Not. Aber viele tun sich schwer damit, darin Gottes Handeln zu erkennen.“ Van Dinthers Frage hallt nach: „Bist du bereit, dich zu bewegen, wenn du die Gegenwart Gottes siehst – auch wenn du diesen Weg bisher noch nicht gegangen bist?“ (Josua 3,3-4)

Dazu brauche es nicht unbedingt besonderer Gefühle, sei doch der Ruf und die damit verbundene Berufung an jedes Kind Gottes ergangen.

Im heiter bis tiefgründigen Zweiergespräch von Alisha Krauter und Klaus Pache war erneut von der Berufung Gottes zu hören. Sie sei elementar, aber dennoch gefährdet. Der sich kurz vor dem Ruhestand befindende Bremer Pastor erzählte ehrlich von dem, was ihn beinahe weggebracht hätte von seiner Berufungs-Laufbahn. Dass er nicht hingeworfen habe, verdanke er Vorbildern, Gottes Wort, Gottes „Da-Sein“, Freundschaften und seiner Leidenschaft für Jesus.

Tatsächlich wurde auch während der ECHT nicht nur reichlich Gottes Wort ausgeteilt und Jesus gefeiert, sondern manch einer fand neue und alte Freunde wieder. Zum Reden gab es genug Gelegenheit in den Pausen, beim Essen auf der Sonnenterrasse der CGE oder abends in der Stielbar. Ausgiebiger Austausch war also gewährleistet, ebenso wie das Weiterbilden – Schlagwörter, mit denen zur ECHT eingeladen worden war.

Immer wieder gelobt wurde auf der ECHT die Gastfreundschaft von uns Ellmendingern. Wir konnten also unsere Gaben – super Leute und super Haus- ­ voll einbringen. Bei der nächsten ECHT, 2019, solltet ihr aber auch unbedingt dabei sein, um eure vielen anderen Gaben und Talente zu fördern und euch von Jesus dienen zu lassen, neue Wegweisung und Inspiration zu erhalten.

So wie ich das erlebt habe, war Jesus Christus während dieser Mitarbeiterkonferenz tatsächlich da. Auf jeden Fall ein guter Grund, die nächste ECHT tatsächlich ins Auge zu fassen, oder?!

Am 20. September 2018 fiel mit der Alphaparty der Startschuss zum diesjährigen Alphakurs. Seit zehn Jahren bietet die CG diesen Kurs für Sinnsucher an, der die großen Fragen der Menschen aufgreift und auf der Grundlage des christlichen Glaubens lebensnah und authentisch beantwortet. Seit 2010 in wertvoller Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern (3SAM).

Jeder Kurs ist ein „Unikat“, jedes Mal dürfen wir erleben, wie Gott zu Menschen spricht, Veränderung und Neuanfang schenkt. Und doch ist dieses Jahr der Kurs etwas ganz Besonderes. Ganz neu ist zum Beispiel das sog. „Alphagebet“. Tabea Röck erzählt, was es damit auf sich hat:

Im Juni dieses Jahres habe ich in einer Gebetszeit den Vers aus Johannes 4, 35 erhalten. Dort sagt Jesus zu seinen Jüngern: „… Hebt Eure Augen auf und seht auf die Felder, denn sie sind reif zur Ernte…“ Wir können die Felder nicht aus eigener Kraft „abernten“ und wissen oft auch nicht, welche Felder bereits reif sind. Aber Jesus weiß es. So haben wir versucht, uns und die Gemeinde zu motivieren, sich eine Alpha Gebetskarte zu nehmen, sich von Jesus drei Personen zeigen zu lassen, und für diese regelmäßig zu beten. Ich selbst habe das praktiziert und dabei festgestellt, dass es mir den Druck genommen hat, etwas aus eigener Kraft tun zu müssen. Gott selbst wirkte durch den Heiligen Geist an den Personen und zur richtigen Zeit mussten wir sie „nur“ zum Kurs einladen.

Außerdem haben wir gemerkt, dass wir nicht nur während des Kurses beten wollen, sondern bereits im Vorfeld. So haben wir Ende Juni begonnen, regelmäßig nach dem Gottesdienst 15 Minuten für den Kurs, die Menschen, unseren Ort, alle Vorbereitungen zu beten. Wir treffen uns nach wie vor um 11.45 Uhr im Kreuzraum – meist sind wir drei bis fünf Personen. Gerne dürfen sich noch weitere Beter anschließen. Gebet ist das A und O. Durch das Gebet geben wir alles aus unserer Hand ab in die mächtigen Hände unseres Gottes und überlassen ihm das Handeln.“

Der Auftakt zum Kurs begann mit einem Paukenschlag. Zur Alphaparty fanden sich mit Akteuren, Mitarbeitern und Gästen an die 85 Personen ein, die sich an diesem Abend an den liebevoll dekorierten Tischen das einmalig leckere und aufwändige Buffet schmecken ließen. Tabea: „Wir sind überwältigt, wie viele Gäste sich zum Kurs angemeldet haben. Gott ist groß – IHM alle Ehre. Wir haben über 50 Teilnehmer in 7 Gesprächsgruppen!“

Die Möglichkeiten zur Mitarbeit sind vielfältig: Das dreiköpfige Leitungsteam bilden Tabea Röck und Frieda Hofmann aus der CG und Sonja Schemenauer aus der Evangelischen Kirchengemeinde. In den Gesprächsgruppen arbeiten 21 Mitarbeiter, die jeden Donnerstag dabei sind, dazu kommen noch etwa 30 weitere Personen, die sich temporär und auf unterschiedliche Weise einbringen. Es gibt kein Talent, das nicht gebraucht würde. Auch das ist ein Grund für Tabeas Begeisterung: „Der Alphakurs bietet unglaublich viele Möglichkeiten sich auszuprobieren. Wir benötigen immer Köche oder Leute, die gerne in der Küche „zuarbeiten“; Menschen, die gerne dekorieren, Techniker, Musiker und Sänger, Beter (Gebetsdienst während des Kurses), Unterstützer beim Aufbau oder bei der Getränkeorganisation und dem Einkauf, Leute, die gerne schreiben oder die PR übernehmen, Gesprächsgruppenleiter, Gesprächsgruppenhelfer,

Referenten etc.“

Die Vorträge am ersten und letzten Abend werden schon aus guter Tradition von den Pastoren der verantwortlichen Kirchengemeinden gehalten, für den Großteil der verbleibenden Abende greift das Team auf die Originalvorträge des britischen Alphakurs-Autoren Nicky Gumbel zurück, die von DVD eingespielt werden.

Was ist das Besondere an dem aktuellen Kurs?

Die Größe und die Menschen! Wir hatten noch nie so viele Gruppen und wir hatten auch noch nie so viele uns „noch“ fremde Gäste. Auch als Gruppenleiter sind einige „Neue“ mit an Bord und das ist natürlich auch sehr spannend. Ich empfinde es auch immer wieder als großes Privileg, als zwei Ortsgemeinden in Einheit und Freundschaft gemeinsam aufzutreten. Wir arbeiten so schön „Hand in Hand“ in allen Bereichen – das ist Leib Christi, wo jeder seinen Platz und seine Funktion hat – egal wo er geistlich beheimatet ist.

Welche Erwartungen hast du an den Kurs?

Ganz ehrlich? Ich habe gesagt, dass ich erleben möchte, wie Menschen entweder wieder „zurück“ zu Jesus finden und einen Neuanfang wagen oder, nein UND: Ich wünsche mir sehen zu dürfen, wie Menschen Jesus in ihr Leben und Herz aufnehmen – dass sie sich trauen, einen Schritt des Vertrauens zu wagen und zu „glauben“ beginnen und sich danach auch taufen lassen. Dafür bete ich!!!

Was ist dir noch wichtig?

Das Alpha-Wochenende! Vom 09.11.-11.11.2018 sind wir auf dem Alpha-Wochenende im Monbachtal. Ich würde mich freuen, wenn viele mit uns für diese Zeit beten, dass sich auch die Gäste auf das Wochenende einlassen und mitgehen und sie dort eine Zeit der Begegnung, des Segens, des Heilwerdens und der Befreiung erleben. Thema wird sein: Heiliger Geist.

Tabea Röck, Barbara Schuler