Seit 15 Jahren beten Menschen der CG Ellmendingen einmal im Monat in einem Gebetsmarathon einen ganzen Tag lang, also 24 Stunden ohne Unterbrechung durch. Mit diesem Gebetseinsatz stehen sie jedoch nicht alleine da. In ganz Deutschland gibt es solche Initiativen, so dass Deutschland das ganze Jahr über, jede Minute, jeden Tag unter einem Gebetsschirm liegt. Warum? Weil die Beter glauben, dass Deutschland ohne Gebet verloren ist.

In Ellmendingen dabei sind seit 15 Jahren Hannelore und Gerhard Ratz.

Wie hat alles angefangen?

Einmal im Monat einen Tag rund um die Uhr für politische Belange beten, das ist das Konzept der Wächterruf-Gebetsinitiative. Hierzu aufgerufen wurden ab Februar 2000 alle Städte und Gemeinden in Deutschland. Momentan beteiligen sich ca 250 Orte. Im Juni 2000 wurden die Ellmendinger CG-Leute dazu eingeladen.

Fanden sich von Anfang an genügend Menschen, die mitbeten wollten?

Auf einem durch die Reihen gehenden Blatt konnten sich alle Betwilligen eintragen: Es meldeten sich genau 24 Einzelpersonen oder Paare. So konnte das Wächtergebet bei uns in Ellmendingen am dritten Mittwoch im Juli 2000  starten. Im Juni besteht es also seit 15 Jahren, das bedeutet 180 mal war der dritte Mittwoch des Monats eine Gebetstag.

Seid ihr die einzigen, die seit 15 Jahren da mitbeten?

Viele der ersten Beter sind immer noch treu dabei, von denen etliche das 80. Lebensjahr überschritten haben. Es ist manchmal gar nicht einfach, sich für die vom Wächterruf-Büro vorgegebenen Themen zu erwärmen, und das Beten fällt einem oft nicht so leicht.

Was hat euch geholfen, nicht aufzugeben?

Zum Beispiel die besonderen Ermutigungs-Abende wie am 8. Jan. 2015. Markus Egli vom Wächterruf-Büro kam zu uns und berichtete von Gebetserhörungen und von prophetischen Eindrücken und kümmerte sich um unsere internen Belange, Fragen und Wünsche oder Ermüdungserscheinungen.

Manche müssen da ja auch zu ganz unbequemen Zeiten beten…

Ich bewundere immer wieder meinen Mann, wie er seine „Schicht“ von 1-2 Uhr die ganzen Jahre treu durchgehalten hat. Das hieß jedes Mal aufbleiben bis 1 Uhr, nach 2 Uhr ins Bett und am nächsten Morgen wieder pünktlich zur Stelle sein zur 9 Uhr-Gebetsstunde in der Gemeinde.

Beten ist also so richtig euer Ding? Hat dir das auch manche schlaflose Minute gebracht?

Während der Jahre, als ich zusammen mit Christa Heyde-Dörr Koordinatorin war, wachte ich alle Stunden auf, schaute auf die Uhr, wusste, wer jetzt gerade mit Beten dran ist, und sagte: „Herr, segne den oder die Beter“.

Was wünschst du dir für die nächsten 15 Jahre?

Mein Wunsch ist, dass immer genügend Menschen sich rufen und motivieren lassen, einmal im Monat eine Stunde im Gebet zu wachen und zu flehen für politische, wirtschaftliche oder andere Belange und für die Menschen, die in Deutschland und Europa Verantwortung tragen.

 

Hannelore Ratz

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Warst Du mit dabei? Nein? Lobpreisabende sind ein echter Geheimtipp – ganz egal, ob du auf Lobpreismusik, Beten usw. abfährst oder nicht.

Dass Nelly Kraßnitzer, nach 11 Wochen schwerer Krankheit zum ersten Mal wieder in der Gemeinde sein konnte, war ein besonderer Grund, uns mit ihr an Gottes Liebe zu freuen! Gott hört unsere Gebete – er ist der Lebendige!

Für mich ist es einfach erholsam, bei Gott Zeit zu verbringen. Zu ruhen, zu singen, Lasten abzulegen, Zuspruch zu erfahren, zu hören, was Gott uns als Gemeinde oder mir persönlich zu sagen hat. Das tut er, wirklich! Deshalb – ich will ihn loben und als Mittelpunkt feiern. Er stillt meinen Durst, er hört meine Fragen und löst unlösbare „Problemknoten“ auf seine unnachahmliche souveräne Art. Probier es einfach aus und sei beim nächsten Mal mit von der ‚Lobpreisparty‘ – die dieses Mal mit einer leckeren Mitternachtssuppe von Heiko ausklang.

Kelterner Christinnen schlossen sich am 14. März 2014 einer weltweiten Gebetsbewegung für Ägypten an:

Alle Menschen in Ägypten, christlich und muslimisch, sollen erleben, dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme in der Wüste!

So lauteten die Bitten und Visionen des arabischen WGT-Komitees. Der Arabischen Frühling 2011 prägte die Vorbereitungen des Gebetsabends. Leider ist die Not in Ägypten seither noch größer geworden, das berichtete Peggy Roller, die in Assuan als Krankenschwester arbeitete. Durch ihren persönlichen Bericht gewannen die Lieder und Gebete sehr an Bedeutung. Überall mangelt es dort an Brot, Freiheit, menschlicher Würde und Gerechtigkeit. Die ausdrucksstarke Liturgie wurde im Albert-Knapp Haus von Frauen aus der ev. Kirchengemeinde und der CG vorgetragen. Das selbst zubereitete ägyptische Essen war ein ganz besonderer Abschluss.