Diese Frage wird uns in der Schatzinsel die nächsten Wochen beschäftigen.

Das Neue Testament berichtet von vielen Menschen, die Jesus begegneten und von ihm und seiner Lehre begeistert waren. Wir wollen uns mit einigen von ihnen näher befassen und uns ansehen, was es für sie bedeutet hat, mit Jesus zu leben und mit ihm (als Jünger) durch die Lande zu ziehen – oder auch nicht, denn nicht jeder war bereit, sich auf seine Lehren einzulassen.

Da ist zum Beispiel der Zöllner Zachäus, der überwältigt davon ist, dass Jesus sich ihm ganz persönlich zuwendet und deshalb sein Leben radikal ändert. Da sind die Jünger, die Jesus auffordert, mit ihm zu gehen, und die Heimat und Familie zurücklassen und ihm als ihrem Meister folgen.

In der bekanntesten Rede Jesu, der Bergpredigt, beschreibt er, wie Menschen unter seiner Herrschaft leben sollen. Hier geht Jesus auf das wichtige Thema der Sorgen ein, eine Herausforderung für die damaligen Zuhörer, die oftmals nicht wussten, womit sie sich ernähren oder kleiden sollten. Jesus fordert sie auf, sich nicht um die materiellen Bedürfnisse wie Essen und Trinken zu sorgen, sondern sich auf Gott einzulassen, der ihre Bedürfnisse kennt.

In Matthäus 11; 28-30 spricht Jesus davon, dass wir sein Joch auf uns nehmen sollen. Er betont, dass es leicht ist. Was meint er damit? Schließlich erzählt er einem Gesetzeslehrer, der ihn herausfordern will, das bekannte Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Jesus will damit das wichtigste Gebot, das allen seinen Nachfolgern gilt, verdeutlichen: Liebe Gott und liebe deinen Nächsten!

Nach diesen Themen befinden wir uns schon voll in der Adventszeit und wenden uns der wohl bekanntesten Geschichte der Welt zu. Wie war das, als Gott Mensch wurde und in Gestalt seines Sohnes Jesus auf die Erde kam? Da geschahen wundersame Dinge.

Zu dem jungen Mädchen Maria kommt ein Engel und verkündete ihm, dass es bald Mutter eines ganz besonderen Babys werden wird. Marias Verlobtem Josef erscheint ein Engel im Traum und sagt ihm, wie er sich verhalten soll. Und zu den Hirten, die als erste von der Geburt Jesu erfahren, kommt mitten in der Nacht ein ganzer Engelchor!

Sie, die einfachen, ungebildeten und ungepflegten Männer dürfen Jesus als Erste sehen und ihm Ehre erweisen. Hier stellt Gott alle bisherigen Vorstellungen über den Messias auf den Kopf: Der Sohn Gottes wird ein kleines Kind in einem schmutzigen Stall. Damit ist der Weg zu Gott für alle Menschen frei. Gott sei Dank!

In der Schatzinsel erleben Kinder von 3 Jahren bis zur 6. Klasse ihren eigenen Gottesdienst. Sonntag für Sonntag gehen sie mit den Kindergottesdienstmitarbeitern auf Schatzsuche in Gottes Wort. Dabei kommen Spiele, Spaß und Action nicht zu kurz. Es wird gebastelt, gebacken, gelacht und getobt. Sonntag für Sonntag engagieren sich die ca. 35-40 Mitarbeiter in wechselnden Teams. Was sie bei der Stange hält, warum sie ihre Arbeit lieben und welche Schätze sie dabei heben, haben uns Tanja, Elisabeth und Johannes in einem Kurzinterview verraten. Vielen Dank!

Tanja Mangelsdorf, Mama von Paula und Franka:

An der Schatzinsel gefällt mir besonders, dass wir mit den Kindern vieles gemeinsam machen. Zum Beispiel, wenn ich mit ihnen bastle oder wir mit ihnen zusammen singen und Gott loben oder das Plenum zusammen erleben. Und dann freut es mich sehr, wenn es gelingt, dass sie voller Freude mit dabei sind.

Ich bin froh, dass meine Kinder in die Schatzinsel gehen können, weil sie dort viel für ihr weiteres Leben mitnehmen können.

Manchmal deprimiert es mich echt, wenn wir zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit für das einzelne Kind haben, weil die Klein-Gruppe manchmal einfach zu groß ist.

Aber es motiviert mich immer wieder, weiter mitzuarbeiten, wenn ich die begeisterten, neugierigen Kinder erlebe.

Der KiGo ist eine echte „Schatzinsel“, weil sich die Kinder wohl fühlen und ihre Eltern Zeit für den Gottesdienstbesuch haben.

Elisabeth Seiter, Mutter von zwei erwachsenen Kindern:

An der Schatzinsel gefällt mir besonders, wenn ich beim Spielen gemeinsam mit den Kindern Spaß habe, wir uns unterhalten und dabei besser kennenlernen.

Besonders schön finde ich es immer, wenn wir in der Klein-Gruppe zusammen das Thema vertiefen und ich mich mit den Kindern austauschen, ihnen Rat und Zeugnis geben und mit ihnen beten kann.

Weil ich die Klein-Gruppe besonders wichtig und wertvoll finde, finde ich es schade, wenn die Spielezeit, der Lobpreis und der Input so lange dauern, dass ich für das Vorbereitete in der Kleingruppe fast keine Zeit mehr habe.

Es baut mich jedes Mal auf, wenn ich empfinde, dass ich den Kindern etwas geben, mitteilen oder sie durch mein Gebet ermutigen kann – sie haben das sogar schon direkt gesagt!

Und es war ganz besonders schön, als mir die Mädchen meiner Kleingruppe sagten, dass sie sich besonders freuen, wenn sie mich als Gruppenleiterin haben.

Das freut mich und motiviert mich. Auch, dass Katharina jedes Mal, wenn sie mich sieht, herkommt und mich in den Arm nimmt. Einmal kam sie sogar und meinte, sie wolle für mich beten, was sie auch gemacht hat – einfach rührend!

Der Kigo ist eine echte Schatzinsel, weil dort die Kinder die Schätze sind, denen man helfen darf, und man so dazu beitragen kann, dass sie zum Glauben und einer lebendigen Beziehung zu Jesus finden. Schön ist es, das dann Jahre später, wenn sie Jugendliche sind, zu sehen.

Johannes Riegsinger, Papa von Emma-Luna, Ezra und Lovis:

An der Schatzinsel gefällt mir besonders, wenn ich beim gemeinsamen Gebet der Mitarbeiter, bevor die Kids kommen, spüre, wie sehr uns allen die Kinder am Herzen liegen. Da wird nicht nur ein Pflichtdienst geleistet, sondern es ist echtes Interesse an den Kindern spürbar.

Ich bin froh, dass meine Kinder in die Schatzinsel gehen konnten/können, weil da ein Grundstock für ihr Interesse an Gemeinde gelegt wurde und wird. Hier gehöre ich hin, hier nimmt man mich wahr, hier kann ich mich ausdrücken und spüren, hier habe ich Freunde und Bezugspartner.

Ein Erlebnis, das mich deprimiert hat: Ich wollte für Ruhe und Ordnung sorgen und habe bei meiner Ermahnung des „Störenfrieds“ gespürt, dass er richtig verletzt von mir war. Ich war nicht besonders streng oder hart, aber alleine, dass ich ihn in diesem Moment lediglich als „Störer“ behandelt habe, ohne ihn wirklich zu sehen, war im Nachhinein sehr beschämend für mich.

Ein aufbauendes Erlebnis: Ich empfinde mich selbst oft als in mich gekehrten Menschen, der unbewusst Distanz zu anderen aufbaut. Es berührt mich sehr, dass viele Kinder das einfach übergehen und mir signalisieren, dass sie mich kennen und mögen. Mich einfach ansprechen und mir Dinge erzählen oder meine Hand nehmen oder mich sogar umarmen. So schlimm scheine ich also doch nicht zu sein…

Der Kigo ist eine echte Schatzinsel, weil andere Menschen der eigentliche Schatz in unserem Leben sind. Ich habe selbst begonnen, das als Kind in der „Sonntagsschule“, später im Jugendkreis zu lernen, und spüre im Miteinander der Kids, dass ihnen das heute genauso geht. Und es geht da nicht nur um Freunde treffen, sondern ganz besonders auch um die Begegnung mit Gott. Da ist eine ganz andere, tiefe Dimension spürbar.

Und es gibt auch immer wieder spannende Themen, die die Kinder zum einen herausfordern, zum anderen in ihrer Persönlichkeit fördern sollen.

Auch die kommenden Themen fordern die Kinder heraus, darüber nachzudenken: Wo komme ich her? Und: Warum bin ich auf dieser Welt? Wir werden uns mit der Schöpfungsgeschichte befassen (1. Mose, 1-3). Die Kinder sollen erkennen, dass Gott die ganze Welt einzigartig und vollkommen geschaffen hat. Als Höhepunkt hat er den Menschen geschaffen, um ein Gegenüber zu haben, das er mit seiner Liebe umgeben will. Doch es kam zum Beziehungsbruch – durch den Sündenfall… Was hat das mit uns zu tun? Sind wir Gott jetzt noch wichtig? Ja, wir sind ihm sogar so wichtig, dass er einen Ausweg aus diesem Dilemma gefunden hat.

Weitere Fragen, die uns beschäftigen werden und auf die wir Antworten in der Bibel finden, sind: Wer bin ich eigentlich und was mache ich mit meinen Begabungen? In Psalm 139; 13, 14 steht: „Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt. Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl.“ Und nicht nur diese beiden Verse, sondern der ganze Psalm 139 bestätigt: Jeder einzelne von uns, von den Kindern ist ein Unikat unseres Vaters im Himmel, von ihm geschaffen und von ihm unendlich geliebt. Wir werden diesen Psalm gemeinsam mit den Kindern einmal näher betrachten – er hat uns noch viel mehr zu sagen.

Gott hat uns mit Fähigkeiten und Begabungen ausgestattet, die wir für ihn einsetzen sollen, an denen wir uns aber auch freuen dürfen. Da gibt es das Gleichnis Jesu von den anvertrauten Talenten, Matth. 25; 14-19. Was ist mit diesen Talenten gemeint? Was lernen wir aus den Reaktionen der Knechte und des zurückkehrenden Herrn? In 1. Kor. 12 wird uns ein Körper mit seinen verschiedenen Gliedern und ihren unterschiedlichen Aufgaben vorgestellt. Auch mit diesem Bild wollen wir uns beschäftigen.

Nach diesen Themen nähern wir uns schon wieder den Sommerferien. Die letzten Sonntage vor den Ferien werden wir uns dann noch dem großen König David zuwenden. Gerade er hatte viele Begabungen von Gott geschenkt bekommen. Doch nicht immer nutzte er sie nur zum Guten. Aber er hatte ein gehorsames und demütiges Herz. Und das ist es, was unserem Vater im Himmel am besten gefällt.

Die Schatzinsel informiert

Ab Oktober 2017 starten wir mit neuem Material in unserem Kindergottesdienst. Unsere nächsten Themen werden wir den Heften „seveneleven“ entnehmen.

Das Anliegen von seveneleven: Kinder auf ihrem Weg zu und mit Gott begleiten und ihnen helfen, eine unverkrampfte und fröhliche Gottesbeziehung zu entwickeln.

Die Basis bildet ein Textzyklus von Themen, Geschichten und Texten, die ganz zentral in der Bibel und für unseren Glauben sind. Diese Auswahl leitet sich von einigen Fragen ab, die für die Glaubensentwicklung von Sieben- bis Elfjährigen besonders wichtig sind.

Wer ist Gott?

Viele Kinder haben schon eine vage Vorstellung von Gott. Sie haben einige biblische Geschichten gehört, kennen Gott vielleicht schon als Schöpfer, der alles gemacht hat. Aber dann muss das zusammengebracht werden, was nicht so leicht zu erklären ist: Gott, der Vater, Jesus, der Sohn und der Heilige Geist als unsichtbare Gegenwart Gottes – wie passt das zusammen? Ist Jesus erst Gott geworden? Wie kann es sein, dass Gott einen Sohn hat? Diese Fragen müssen geklärt werden.

Wie gestalte ich mein Leben mit Gott?

In der Phase der mittleren Kindheit wird auch die Ethik entwickelt. Wie kann ich gut und richtig handeln? Was ist schlecht, was ist gut? Wie kann ich mein Leben in Beziehung zu Gott setzen? An diesem Punkt kommt Jesus ins Spiel. An ihm und seinem Reden und Handeln können wir lernen, wie Gott sich das Leben vorstellt.

Wie kann die Bibel mir helfen?

Immer wieder stellen wir den Bibeltexten auch die Frage, wie sie uns helfen, unser Leben zu bewältigen. Wie gehen wir mit Streit oder Trauer um? Wie hilft uns Gott, Freundschaften zu leben und ihn in unsere Familienbeziehungen mit hineinzunehmen? Die Zusagen Gottes, dass jeder Mensch geliebt und begabt, gewollt und beauftragt ist, sind in vielen Bibeltexten zu lesen. Auch damit sollen Kinder in Kontakt gebracht werden. Die Zusage Gottes, dass jedem Kind das Reich Gottes weit offen steht, soll immer wieder zu Gehör gebracht werden.

In unserer ersten Themenreihe stellen wir uns sechs Sonntage lang die Frage: Wie geht Jesus mit Menschen um? Jesus trifft ganz unterschiedliche Menschen, Ausgestoßene genauso wie die angesehensten Vertreter der Gesellschaft, Männer und Frauen, Arme und Reiche. Sein Umgang mit ihnen entspricht nicht gerade den Gepflogenheiten seiner Zeit – deshalb schauen wir mal ein bisschen genauer hin.

Entnommen aus seveneleven, Ausgaben 1/14 und 1/15

Gudrun Keinath

 

Das Vaterunser ist das bekannteste Gebet der Christen und das einzige, welches Jesus Christus selbst nach dem Neuen Testament seine Jünger zu beten gelehrt hat. Es wird von allen Christen (egal welcher Kirche oder Konfession) gebetet.

Wir überlegen mit den Kindern, ob man Gebete auswendig lernen oder selbst formulieren soll, und ob Gott wirklich unser Vater ist. Das Vaterunser betrachten wir in einzelnen Abschnitten, jeden Sonntag befassen wir uns mit einem solchen. Die Kinder bekommen auch Arbeitsblätter dazu und legen einen „Vaterunser“-Ordner an. Es wäre schön, wenn sie zu Hause über das Gehörte sprechen und es vertiefen könnten. Hier deshalb die Inhalte und Informationen zu den einzelnen Lektionen:

Vater unser im Himmel!     

Wir dürfen Gott einen Vater nennen, zu dem wir mit unseren Sorgen, Bitten, Klagen, Wünschen und unserem Dank im Gebet kommen können. Dieser Vater wohnt im Himmel, wo wir nach unserem Tod hinkommen dürfen, wenn wir in unserem Leben seine Vergebung durch Jesus Christus in einem aufrichtigen Gebet annehmen.

 

Geheiligt werde dein Name…

Gottes Name wurde und wird immer wieder missbraucht. Sei es, wenn wir leichtfertig “Gott sei Dank“ sagen, es gar nicht so meinen, usw. Der Name Gottes ist als etwas ganz Besonderes „anzusehen“.

Dein Reich komme…

Unsere Welt wird nicht für immer bestehen – das sagt selbst die Wissenschaft. Deshalb möchte Gott, dass alle Menschen zum Glauben kommen, damit sie einmal in Gottes Reich leben können.

 

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden…

Oft haben wir ganz konkrete Pläne für unser Leben und meinen genau zu wissen, was für uns gut ist. Doch Gott steht über dieser Welt und auch über der Zeit und hat einen konkreten Plan mit uns. Wenn wir in Not sind und dringend Rat suchen, können wir uns an Gott wenden und beten: „Vater, ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll, bitte lass deinen Willen geschehen!“

Unser tägliches Brot gib uns heute…

Ohne Brot können wir nicht leben. Doch mit Brot sind auch die anderen lebensnotwendigen Dinge gemeint. Wir vertrauen darauf, dass uns unser Vater im Himmel mit allem versorgt, was wir brauchen.

 

Und vergib uns unsere Schuld…

Das, was Gott uns anbietet, nämlich Vergebung, sollen wir auch an unsere Mitmenschen weitergeben. „Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ ist manchmal so schwer zu beten. Vergebung setzt Reue und den Willen zur Besserung voraus.

 

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen…

Gott will uns davor schützen, dass wir Fehler machen und Dinge tun, die ihm nicht gefallen – in sehr vielen Bereichen lauern tagtäglich Versuchungen. Sie beeinflussen uns und können uns sehr viel Schaden bringen, sodass wir unseren Vater im Himmel um Bewahrung, aber auch um Hilfe im Umgang mit Versuchung bitten dürfen.

 

Am 4. Advent führten die Kinder der Schatzinsel unter der Regie von Jonathan und Christine Ross, Monika Ratz, Christel Riegsinger und Gudrun Keinath ein fetziges Weihnachtsmusical auf, das unter die Haut ging. Unterstützt wurden sie dabei vor und hinter den Kulissen von schauspielerisch begabten Eltern, einem umsichtigen Team von Mitarbeitern, einer gut besetzten Band und den nimmermüden Technikern, ohne die eine solche Aufführung nicht denkbar wäre. Das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen!

„Himmel auf Erden“ erzählt das Geschehen rund um die Geburt Jesu aus Josefs Sicht, der mit Jonathan Ross hervorragend besetzt war. Johanna Zechiel als seine Partnerin spielte die Rolle der müden, aber tapferen Maria ebenso überzeugend.

Der Chor eröffnete das Musical mit dem Song „Öffne deine Herzenstür“ und lud das Publikum ein, die Rolle der passiven Zuhörer abzulegen und Betroffene zu werden. Und dann standen wir auch schon in Nazareth in Josefs Werkstatt. Die sparsame Kostümierung und die schlichten Kulissen verliehen dem Stück etwas Zeitgemäßes, und auch der Humor kam nicht zu kurz, etwas wenn Josef den Bosch-Accuschrauber aus der Werkzeugkiste holte.

Trotzdem nahm man diesem Josef ab, wie ungelegen ihm die Aufforderung kam, mit seiner Verlobten in die Stadt seiner Vorfahren, nach Bethlehem, zu reisen. Er setzte Maria also von der bevorstehenden Reise in Kenntnis, packte ein Köfferchen und besorgte einen Bollerwagen. Und tatsächlich: Diese Interpretation ist durchaus zulässig, denn von einem Esel als Transportmittel für die Hochschwangere lesen wir nichts in der Bibel.

Die kurzen Szenen zwischen den Liedern wirkten fast wie Bilder. Ohne viele Worte, aber in viel Mimik und Gestik drückte sich aus, wie es Josef und Maria ging: Er, der fürsorgliche Mutmachende, sie die tapfere Müde. Sie klammerten sich an Gott auf dieser Reise ins Ungewisse.

Kaum in Bethlehem angekommen, trafen sie gleich auf ein bewehrtes Hindernis, die Stadtwache. Ob die schlecht gekleideten Fremden die Umsiedlungsgenehmigungspapiere in dreifacher Ausfertigung vorlegen könnten? Ein kleiner Seitenhieb auf unsere Bürokratie, der Gelächter im Publikum auslöste. Natürlich konnten Maria und Josef das nicht, doch es gelang ihnen, die Wache von ihrer Aufrichtigkeit zu überzeugen, und sie durften passieren. Doch damit nicht genug der Schwierigkeiten. An allen Türen wurden sie abgewiesen: Der Geschäftsmann wollte zum Jahresende noch den großen Deal an Land ziehen und nahm das Paar gar nicht richtig wahr, das Partygirl fühlte sich aus Prinzip schon ausgenutzt, und die gestresste Hausfrau und Mutter wusste ohnehin schon nicht mehr, wo ihr der Kopf stand. Sie repräsentierten den modernen Menschen, der sich nur um sich selbst dreht, rastlos und doch dabei zutiefst unglücklich ist.

Als das obdachlose Paar an die letzte Tür klopfte, tauchte dahinter die Frage auf: „Lässt DU mich rein?“ Und schon waren wir aus Bethlehem zurück in der Gegenwart, was auch dadurch unterstrichen wurde, dass Fragen aus dem Zuschauerraum in die Menge schallten: „Was sollen die Leute denken?“ „Bringt mir das etwas?“ Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.

Für Maria und Josef ging es gut aus. Ein Bewohnerin aus Bethlehem traf die beiden auf der Straße und stellte ihnen ihren Stall zur Verfügung. Unterdessen hatten einige Hirten draußen auf dem Feld eine Begegnung der anderen Art mit zwei Engeln, die ihnen die frohe Botschaft von der Ankunft des Retters überbrachten. Freudig machten sie sich gleich auf den Weg und fanden das Kind in der Krippe im Stall.

Gott ist zu uns gekommen, der Himmel ist auf die Erde gekommen. Mit dem Abschlusslied „Himmel auf Erden“ setzte das Musical einen fulminanten Schlusspunkt.

Eingängige Songs, eine tolle Performance und eine eindrucksvolle Botschaft humorvoll verpackt, all das zusammen genommen hat die Weihnachtsfreude richtig angeschürt.

Im Anschluss an das Musical griff Heiko Volz die Botschaft noch einmal auf. Gott kommt zu uns, er begegnet uns auf Augenhöhe. Der Frage ist nur, was wir aus diesem Angebot machen. Die Personengruppen aus dem Musical haben ganz unterschiedlich reagiert: Die einen waren so mit sich selbst beschäftigt, dass sie Gott glatt vor die Tür gesetzt haben, andere, wie die Hirten, sind der Einladung freudig gefolgt. Gottes Angebot steht, nicht nur zur Weihnachtszeit, aber auch.

Als kleines Kind auf diese Welt zu kommen, noch bildgewaltiger hätte der große Gott seine Einladung an uns kaum formulieren können. Das macht die Weihnachtsfreude aus, die weit über Weihnachten hinausstrahlt.

Barbara Schuler

Seit dem 20.09.15 hat die Schatzinsel eine neue Leitung.

An diesem Sonntag wurde im Rahmen eines Familiengottesdienstes das langjährige Leitungsteam, bestehend aus Monika Ratz, Jaqueline Tollot-Winkler, Christine Becker und Gudrun Keinath, verabschiedet. Jonathan und Christine Ross haben jetzt die Verantwortung für diesen wichtigen Zweig der Gemeinde übernommen. Sie werden von einer Reihe von Mitarbeitern unterstützt. Da wir mit ca. 80 Kindern eine recht große Kinderarbeit haben, sind neue Mitarbeiter jederzeit willkommen. Wenn ihr also Kinder liebt und ihnen etwas Gutes tun wollt, dann kommt in die Schatzinsel und erzählt ihnen, wie ihr Gottes Liebe in eurem Alltag erfahren habt.

Im November werden wir mit einer neuen Themenreihe beginnen: „Versprochen und nicht gebrochen“, Gottes Wort, der unschlagbare Ratgeber

Jesus sagt in Markus 3,31:“ Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ Alles, was Menschen geschaffen haben, wird es einmal nicht mehr geben. Was uns aber Gott gegeben hat, sich selber und sein Wort, die Bibel, wird niemals vergehen. Die Kinder sollen lernen, was wirklich im Leben von Bedeutung ist. Sie hören von großartigen Dingen, die der Mensch erschaffen hat, die aber vergangen sind – z.B. die sieben Weltwunder! Danach erfahren sie, warum die Bibel für Christen das wichtigste Buch der Welt ist, und warum sie uns hilft, unser Leben so zu leben, wie es Gott gefällt.

Die Kinder sollen aber auch erfahren, wie man auf Gottes Stimme hört. Gott redet durch verschiedene Wege zu uns. Die Kinder lernen, wie sie persönlich Gottes Stimme hören können. Sie sollen auch erfahren, wie wichtig für einen Christen die sogenannte „Stille Zeit“ ist. Ansonsten würde uns das Wort, das nie vergehen wird, nichts nützen. Die Kids lernen Inhalte und Gestaltungsmöglichkeiten der persönlichen „Stillen Zeit“.

Familiengottesdienst zusammen mit der Schatzinsel am Muttertag, das ist inzwischen eine liebgewordene Tradition!

Dieses Mal beschäftigte uns die Geschichte von Noomi und ihrer Familie. Diese Menschen mussten in ein anderes Land gehen, um der Hungersnot in Israel zu entfliehen. Auf einmal waren sie Fremde, Ausländer. Eine alte Geschichte, aber total aktuell! Zu allen Zeiten zogen Menschen aus ihrem Land fort, um woanders zu leben. In der Bibel steht: „Gott hat die Fremdlinge lieb und darum sollt auch ihr die Fremdlinge lieben (5. Mose 10, 18.19). Eine Wahrheit, die auch schon die Kleinsten verstehen können.

Wie geht es mit Noomi weiter? Wir wissen es: Nachdem sie alles verloren hat, ihren Mann und ihre Söhne, hält sie nichts mehr im fremden Land. Sie geht zurück in ihre Heimat – als schutz- und rechtlose Witwe. Aber sie ist nicht allein, ihre Schwiegertochter Ruth besteht darauf, sie zu begleiten. Ruth kümmert sich aufopfernd um die alte Frau. Und ihre Treue wird belohnt. Gott hält seine schützende Hand über die beiden und schickt ihnen einen Retter. Boas, ein Verwandter von Noomi, auf dessen Feld Ruth Ähren aufliest, heiratet Ruth und stellt dadurch die Rechte der Frauen wieder her. Der Urenkel von Ruth und Boas ist König David, der wiederum zum Stammbaum Jesu gehört.

Was können wir und die Kinder aus dieser Geschichte lernen? – Wir kommen nicht zu kurz, wenn wir für andere da sind!

 

Kindermusical war ein voller Erfolg!

Am Sonntag, 22.02.15 präsentierten 60 Kinder voller Begeisterung das zuvor mit viel Engagement einstudierte Musical „Samuel“ ihrem zahlreich erschienenen Publikum.

Die ca. 500 Zuschauer wurden durch die mitreißenden Lieder, Tänze und Spielszenen  hineingenommen in die faszinierende Lebensgeschichte des letzten Richters von Israel: Seine wunderbare Geburt, seine Kinderjahre bei dem Priester Eli, wo er auf besondere Weise Gottes Stimme hört, sein Wirken als Prophet und Richter und letztlich dann die Salbung des ersten Königs Israels.

Der anhaltende Applaus zum Schluss zeigte sowohl den mitwirkenden Kindern als auch ihren Betreuern, dass sich die intensiven Vorbereitungen der Woche zuvor in jeder Hinsicht gelohnt hatten!

Unsere neue Themenreihe in der Schatzinsel heißt „Gut gerüstet? – Die Armee des Königs“.

In zehn Einheiten werden wir über die himmlische Waffenrüstung Gottes aus Epheser 6, 10-18 sprechen.

Die Aufforderung, den Kampf des Glaubens zu kämpfen, geht an alle Christen. „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens“, schreibt Paulus an Timotheus. So wie Sportler für eine Olympiade ihr Leben auf das Training einstellen, stellen Christen ihr Leben auf den Kampf des Glaubens ein. Was ist das für ein Kampf, der so unabdingbar zum Christsein dazugehört? Es ist ein Kampf um die Wahrheit Gottes, um ihre Gültigkeit und Verbindlichkeit.

Ohne die geistliche Waffenrüstung sind wir den Angriffen des Bösen praktisch wehrlos ausgesetzt. Deswegen sollen wir sie ergreifen und anziehen. Es sind sechs „Rüstungsteile“, die wir benutzen sollen. Wenn wir ein Teil nicht anziehen, dann sind wir genau an der Stelle verwundbar, wo es hingehört. Die Rüstungsteile sind folgende:

  • Gürtel der Wahrheit
  • Panzer der Gerechtigkeit
  • Stiefel der Bereitschaft zur Evangelisation
  • Schild des Glaubens
  • Helm des Heils
  • Schwert des Geistes

Den Kindern werden die einzelnen Teile der Waffenrüstung deutlich gemacht und zwar so, dass es sich für ihren Alltag einprägt, ihnen hilft und sich umsetzen lässt.