Damals

Die Jugend

Ein Bericht und Rückblick aus dem Jahr 2001

Immer noch so jung, aber seit damals doch stark verändert, vor allem durch die anderen Verhältnisse, unter denen Jugendliche heute im Vergleich zu damals aufwachsen und leben.

Offiziell gab es den Jugendbund unter der Leitung von Philipp Heinkel ab dem Jahr 1931. Der Zweite Weltkrieg hat die Arbeit, die Eugen Hildebrand nun in den Händen hatte, sehr erschwert und begrenzt, z.B. war der Saal mit ausgelagerten Waren eines Pforzheimer Versandhauses belegt, so dass die Treffen privat stattfinden mussten, welche wiederum von der Gestapo kontrolliert wurden.

Nach dem Krieg fanden erst wieder 1946 regelmäßige Treffen statt, die von einem damaligen Teilnehmer als „Herumsitzen“ bezeichnet wurde. Dieser Zustand wurde vor allem durch den Besuch und den Dienst des amerikanischen Evangelisten Zeller und Pastor Krust positiv verändert, was auch Spannungen innerhalb der Jugend und deren Leitung hervorrief. Dabei fanden aber 1954  viele Jugendliche zum Glauben, wodurch der Jugendbund wuchs.

In den Folgejahren wurde die Verantwortung von dem langjährigen Leiter Günter Schroth über Martin Lutzweiler und Ulrich Augenstein, Fritz Ratz und Rolf Augenstein an Frank Schulz und Joachim Glöckler weitergegeben. Vor etwa 10 Jahren übernahm ein achtköpfiges Mitarbeiterteam die Leitung der ca. 30 Jugendlichen, darunter Jaqueline Tollot, David und Christiane Ratz und Rolf Augenstein. Dabei lag deren Altersdurchschnitt deutlich über 20 Jahre. Heute wird der „Jubu“-Chef Michael Zechiel unterstützt von dem MAK-Team. Seit 1997 besteht die Jugendgruppe aus ca.  40 Teilnehmern, die einen Altersdurchschnitt von 18 Jahren haben. Erwähnenswert dabei ist noch, dass ein Drittel der Jubuler nicht gemeindezugehörig sind. Aber wie sieht der Jugendkreis heute praktisch aus?

Der regelmäßige Treff ist jeden Freitag um 20 Uhr. „Unser Freidag Obend“(UFO) beinhaltet gemeinsame Lieder und wichtige Bekanntmachungen, vor allem aber kurze, knackige Andachten, die reihum gehalten werden, d.h. jeder ist mal dran. Vorteilhaft für den persönlichen Austausch und fürs Gebet ist die anschließende Einteilung in Kleingruppen.  Außerdem wird heute mehr Wert auf Lobpreis zur persönlichen Begegnung mit unserem Gott und zu seiner Anbetung gelegt, weshalb wir einmal im Monat einen Lobpreisabend abhalten, welcher immer gesegnet und auch musikalisch ansprechend durch die vielen Begabungen der Jubuler ist.

Eine ganz besondere Herausforderung für unseren Glauben und unsere Einheit war die von uns geplante, vorbereitete und veranstaltete Disco „Discover your life“ im Juli 2000. Die halbjährige Planungs- und Vorbereitungszeit hat vollen Einsatz gefordert, aber der geistigen und praktischen Einheit des Jubus gutgetan.

Die Jugend bringt sich aber auch in Gemeindeaktivitäten wie z.B. Straßenfest oder Putzaktion ein. Außerdem gestaltet sie Gottesdienste, z.B. die Christvesper 2000, und organisiert Camps, Freizeiten und Jugendtage, so 1999 eine Straßenbahnralley in Karlsruhe. Die traditionelle Jubufete, die immer viel Grund zum Lachen bietet, darf hierbei nicht vergessen werden.

Somit hat sich seit 1931 einiges verändert, aber auch heute finden immer noch viele Umwandlungsprozesse statt, die die Jugend mehr und mehr in den Plan Gottes für unsere Zeit bringen.