Foursquare – In drei Jahren fit für den vielfältigen Dienst in einer Gemeinde

Kirche Jesu ist immer auf Wachstum angelegt, sowohl in die Tiefe, als auch in die Breite. Dieses Wachstum durften wir als CG seit unserem Bestehen kontinuierlich erleben: Von einer kleinen Hausgemeinde über die Jahrzehnte hinweg zu einer Regionalgemeinde. Durch das Wachstum ändert sich nicht der Kern und Sinn von Gemeinde, aber deren Einfluss- und Verantwortungsbereiche. So freuen wir uns über die Vielzahl an Gemeindebereichen, die dazu beitragen, dass Reich Gottes wächst.

Im Oktober 2017 legte uns Gott als Gemeindeleitung nun einen weiteren und ergänzenden Bereich aufs Herz: Die CG als Lernstätte für eine pastorale Ausbildung.

Was ist darunter zu verstehen?

Der Gemeindeverbund „Foursquare Deutschland“ (www.foursquare-deutschland.de) hat für seinen Verbund ein pastorales Ausbildungskonzept entworfen, das an dem Prinzip einer dualen Ausbildung angelehnt ist. Zukünftige Pastoren, Gemeindediakone, Pastoralreferenten, Jugendreferenten etc. sollen über drei Jahre praxisnah in einer Gemeinde ausgebildet werden.

Die Ausbildung gliedert sich in 10 standardisierte Module, die eine umfangreiche und hochwertige Ausbildung in allen Teilbereichen des geistlichen Dienstes gewährleisten
(Evangelisation, Jüngerschaft, Leiterschaft, Predigtlehre, Kinder- u. Jugendarbeit, Gebet, Seelsorge, Theologie …).

Der Auszubildende durchläuft alle Module und bringt sich somit im Laufe seiner Ausbildung in fast allen Bereichen der Gemeinde mit ein. Ziel der Ausbildung ist es, dass der Auszubildende mehr und mehr Fachkompetenz erwirbt und Leiterverantwortung erlernt und übernimmt. Am Ende der Ausbildung hat der Auszubildende 465 Arbeitstage absolviert sowie geistliche und theologische Literatur entsprechend der Module gelesen und reflektiert. Über den gesamten Zeitraum wird er von Mentoren, Anleitern und dem Ausbilder (in unserem Fall Heiko Volz) begleitet.

Der Abschluss der Ausbildung ist nicht staatlich anerkannt, wird aber in den meisten Freikirchen anerkannt. Zudem kann die Ausbildung für ein aufbauendes Theologiestudium angerechnet werden.

Wie sieht das nun konkret in der CG aus?

Als wachsende Gemeinde wollen wir Leiterschaft fördern. Dies geschieht bereits auf unterschiedlichen Ebenen und wird auch weiter ausgebaut. Mit dem Bereich „Ausbildungsgemeinde“ kommt ein weiterer Baustein hinzu, der zum Ziel hat, Personen aus der Gemeinde auszubilden, die für sich einen Ruf zum hauptamtlichen Dienst verspüren und den Wunsch haben, praxisnah ausgebildet zu werden. Ob der Auszubildende am Ende eine Anstellung in der CG findet oder anderswo, bleibt komplett offen.

Im April 2018 sind wir mit Karo Volz durchgestartet, die ihre Ausbildung derzeit aufgrund ihrer familiären Situation unterbrochen hat. Seit September 2018 ist nun Naemi Ratz in die Ausbildung eingestiegen. Deren monatliche Ausbildungsgebühr trägt die Gemeinde. Eine Ausbildungsvergütung gibt es nicht.

Wir freuen uns, als Ausbildungsgemeinde dazu beizutragen, dass neue Leiter heranwachsen und, wo auch immer, Reich Gottes in Zukunft mitgestalten werden.

Weitere Infos:

Pastorale Ausbildung foursquare: www.pastorale-ausbildung.de

Ausbildung in der CG: ed.negnidnemlle-gcnull@zlov.okieh

Wir haben unsere zwei Azubis zu ihren Erfahrungen und Erwartungen befragt:

Was hat Dich dazu bewogen, diese Ausbildung zu beginnen? Hattest du schon länger nach so einem Modell Ausschau gehalten?
Naemi: Ich hatte schon länger über eine Veränderung nachgedacht. Während meiner Arbeit im Büro habe ich mir immer wieder Gedanken über den Sinn meiner Arbeit und über meine Berufung gemacht. Ich wollte meine Zeit, Kraft, Fähigkeiten und Begabungen gerne da einsetzen, wo Gott mich gebrauchen möchte. Und da mir die Arbeit in der Gemeinde total gefällt und ich gerne mehr Zeit dafür haben möchte, habe ich mich schlussendlich für diese Ausbildung entschieden.
Caro: Es hat einfach sofort gepasst!

Was kostet dich diese Ausbildung – zeitlich, finanziell, …?
Naemi: Bisher habe ich Vollzeit als Groß- und Außenhandelskauffrau gearbeitet. Ab dem Ausbildungsbeginn arbeite ich nur noch halbtags, somit verdiene ich auch nur noch die Hälfte. Ich werde mehr Zeit als bisher in der Gemeinde verbringen, viel mehr lesen (und ich bin wirklich keine Leseratte) und mich mehr mit theologischen und persönlichen Themen beschäftigen.
Caro: Der zeitliche Faktor war für mich nicht zu unterschätzen. Ich habe gemerkt dass ich meinen Hauptberuf (Mama) zu sehr hinten an gestellt habe. Aber das Gute an der Ausbildung ist ja, dass sie so flexibel ist.

Was erwartest du für dich persönlich – für deinen Einsatz in der Gemeinde?
Naemi: Ich erwarte, dass ich in vielen Bereichen herausgefordert werde und wachsen darf, dass ich mehr über Gott, den Glauben, die Gemeinde, mich selbst, die Bibel, das Miteinander lernen werde.
Caro: Einen Blick auf das große Ganze zu bekommen. Was Gemeinde ausmacht. Und wie ich da rein passe.

Möchtest du in ein paar Jahren als Pastorin in der CG arbeiten oder wozu brauchst du eine theologische Ausbildung – was sind deine Ziele mit dieser Ausbildung?
Naemi: Ich bin mir noch nicht sicher, wo Gott mich nach der Ausbildung haben möchte, und ich bin gespannt, was in diesen drei Jahren entstehen und wie meine Berufung aussehen wird. Mein Ziel ist es, zu wachsen und darauf zu hören, was Gott mir sagt. Ob ich danach Vollzeit, Teilzeit oder irgendwie anders in Gemeinde arbeiten werde, weiß ich noch nicht. Eins weiß ich aber: Ich möchte dienen (MK10,45).

Caro: Pastorin ist nicht mein Ziel – außer Gott legt mir das aufs Herz. Ich möchte weiter im Glauben und in der Mitarbeiterschaft wachsen.


Was bedeutet diese Ausbildung jetzt ganz praktisch für dich?
Naemi: Praktisch bedeutet das für mich, dass ich ab September halbtags (mittags) arbeiten werde und am Vormittag und den meisten Abenden in der Gemeinde sein werde. Ich werde viel lesen, alle Bereiche durchlaufen und einfach Gott dienen.

Caro: Einen „Ein‘blick in jeden Bereich bekommen, verschiedene Aufgaben und Gebiete kennenlernen und auch mitarbeiten. Über den eigenen Schatten springen.

Heiko Volz