Am Anfang seiner Predigt am 7. Juli 2019 stellte Pastor Martin Lutzweiler zwei gegensätzliche Aussagen gegenüber, in denen David seine situationsbedingt wechselhaften Gefühle beschreibt:

  • Psalm 30 Vers 7: In guten Zeiten meint David, niemals im Glauben zu wanken oder an Gott zu zweifeln.
  • Psalm 31 Vers 23: In einer Situation der Verzweiflung glaubt David, von Gott verstoßen worden zu sein.

Geht es uns nicht auch so?

 

Zur Illustration:

Piloten bei Sichtflug in der Nacht oder durch die Wolken: Das Risiko, die Orientierung über den richtigen Kurs zu verlieren, ist sehr groß. Daher müssen sich die Piloten nach den Instrumenten, wie dem künstlichen Horizont, richten und ihnen vertrauen. Manchmal täuscht einen der Gleichgewichtssinn und man meint, sich anders als tatsächlich durch Raum und Zeit zu bewegen.

Unser Leben ist auch wie ein Flug in der Nacht oder durch die Wolken. Auf wen verlassen wir uns in solchen Situationen? Von Gott verlassen zu sein war nur ein Gefühl von David; in Wirklichkeit stand Gott ihm auch in schweren Zeiten bei. So sind auch unsere Gefühle oft trügerisch.

 

Psalm 31, 1 ff: „Gott, ich vertraue dir …“

  • Um seines Namens willen (der Gott der Treue): Deshalb soll Gott mein künstlicher Horizont sein.
  • „Alle Zeiten meines Lebens sind in deiner Hand.“ Das bedeutet Abhängigkeit von Gott.
  • „In deine Hände befehle ich meinen Geist.“ Das ist ein Akt des Vertrauens. David liefert sich vollkommen Gott aus. Die gleichen Worte spricht Jesus am Kreuz von Golgatha.

 

Das können wir für uns als Erkenntnis mitnehmen:

Alleine Gott gibt uns Orientierung. Er ist unser Orientierungs- und Bezugspunkt. Sein Heiliger Geist ermöglicht uns die Orientierung an Gottes Wort und die Leitung durch Gottes Gedanken.