So lautete das Motto für den Kochkurs für Flüchtlinge aus dem Orient, einem Projekt des Landratsamtes Enzkreis, im Gemeindezentrum der Christlichen Gemeinschaft Ellmendingen.
Ziel dieses Kochkurses, der an vier Nachmittagen im Juni/Juli stattfand, war es, gemeinsam zu lernen, wie deutsches Essen zubereitet wird, wie man den Kindern morgens vor der Schule schnell ein gesundes Frühstück servieren kann, und wie man die Kinder mittags nach der Schule mit einer einfachen Mahlzeit wieder fit macht für den Nachmittag. Bei dieser Gelegenheit konnten die Teilnehmerinnen (es hatten sich ca. 15 Frauen aus dem Irak und Syrien angemeldet) auch ihre Deutschkenntnisse verbessern.
Die kulinarische Leitung des Kochkurses übernahmen zwei Ernährungsreferentinnen, die vom Amt für Landwirtschaft für dieses Projekt als Honorarkräfte gestellt wurden. Frau Gengenbach und Frau Finzel teilten sich die Verantwortung und leiteten die vier Nachmittage im Wechsel. Damit alle Mütter in Ruhe kochen konnten, wurden die zahlreichen Kinder parallel betreut.
Am ersten Tag wurde nach einer Vorstellung sämtlicher Mitarbeiter, einer Kurzinformation über den Ablauf der Nachmittage und einem Rundgang durch die Küche mit der Zubereitung der ersten deutschen Mahlzeit begonnen. Es gab Frikadellen, dazu verschiedene Salate und Weißbrot. Wichtige Aspekte waren – wie an jedem Nachmittag – die Maßnahmen zur Hygiene und die Verwendung von Lebensmitteln aus der Region, ferner Besonderheiten, die beim Kochen in Großküchen zu berücksichtigen sind.
In jeder Einheit wurde das, was man gemeinsam gekocht hatte, auch gemeinsam gegessen. Damit es auch gelang und gut schmeckte, wurde immer Wert darauf gelegt, dass die Rezepte und die Zubereitungsmethoden von den Teilnehmerinnen, die ja noch mit der Sprachbarriere zu kämpfen haben, richtig verstanden wurden. Neben den Mengenangaben ist das Verständnis für kochtechnische Begriffe wie die Zeit zum Garen, Ober- und Unterhitze sowie Umluft wesentlich. Deshalb war es wichtig, dass sich die beiden Ernährungsreferentinnen klar und deutlich ausdrückten.
Nicht zu vergessen, der letzte Punkt der Tagesordnung nach dem Essen: Das Geschirr musste gespült und die Küche ordnungsgemäß gereinigt werden.
Dieser Kochkurs war zuvor in Ispringen erfolgreich durchgeführt worden. In Ellmendingen wurde das Projekt vom Arbeitskreis Flüchtlinge Keltern unterstützt.