Die Predigt von Heiko Volz am 17. Februar 2019 gehört zur Predigtreihe „Überraschend anders … Jesus und seine Gleichnisse“. Das Gleichnis über den unehrlichen Verwalter (Lukas 16, 1 – 8) war der Gegenstand seiner Predigt. Es ist ein Gleichnis, das für mich bis zu diesem Tag in sich widersprüchlich war.

Denn: Warum lobt Jesus den unehrlichen Verwalter? Was will Jesus uns damit sagen? Und wie ist das zu verstehen, sich Freunde mit dem ungerechten Mammon zu machen?

Doch wer ist in Vers 8 „der Herr“, der den unehrlichen Verwalter lobt? Jesus oder der reiche Mann, Arbeitgeber des Verwalters? Damit beantwortet sich auch die Frage, warum oder besser, ob Jesus den Verwalter lobt. Dieser Satz in Vers 8 gehört noch zur Erzählung und nicht zur Erklärung von Jesus. Also lobt Jesus doch nicht das unehrliche Handeln des Verwalters – und mein Jesusbild ist wieder in Ordnung.

In dem Gleichnis geht es auch um das Reizthema vom Umgang mit dem eigenen Geld. Jesus rät dazu, damit klug umzugehen. Der Verwalter erlässt den Schuldnern seines Arbeitgebers ihre Schulden, wodurch diese jetzt in seiner Schuld stehen.. Es ist schlau, vorausschauend zu handeln. Im Reich Gottes wird das Klugheit, was im irdischen Leben Schlauheit ist. Bei der Schlauheit geht es um das eigene Ego, bei der Klugheit darum, anderen was Gutes zu tun. Wir haben als Verwalter Gottes auf Erden unvergängliche Werte, die wir einsetzen können, damit andere Menschen (Schuldner Gottes) gerettet (von ihrer Schuld befreit) werden können. Diese Werte sind Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit als Frucht der Gnade.

Der ungerechte Mammon soll für uns nur ein Werkzeug sein, das zum Wohle anderer Menschen genutzt werden sollte. Denn auch wir werden eines Tages Rechenschaft ablegen müssen über das, was wir in unserem Leben getan oder auch unterlassen haben (Matthäus 25, 33). Wir sind Jesu Freunde, wenn wir seinen Willen tun und unsere Möglichkeiten (unser Vermögen) in andere Menschen investieren. Was ist Geld für mich: Besitz oder Werkzeug? Wo könnte ich mein Geld zum Wohle anderer einsetzen? Wie verwalte ich meinen Besitz? Betrachten wir uns als Verwalter Gottes, denn wir haben nichts in diese Welt hineingebracht und werden ebenso wenig von unserem Besitz aus dieser Welt mitnehmen (1. Timotheus 6, 7).

Praktische Fragen: Bist du im Kleinen treu? Wofür gibst du dein Geld aus? Hast du deinen Kontostand schon einmal mit Gott durchgesprochen und ihn gebeten, dein Geld für den nächsten Monat einzuteilen? Bist du ein guter Verwalter?

Es gibt eine Verheißung für alle, die für Gottes Reich geben. Bin ich bereit, mein Vertrauen neu auf Gott zu setzen? Man kann schließlich nicht Gott und dem Mammon dienen. Wem diene ich? Woran hängt mein Herz? Bin ich ein Segen für andere Menschen?