Am 24. Februar 2019 wurde die Predigtreihe „Überraschend anders … Jesus und seine Gleichnisse“ von Dieter Göring fortgesetzt. Seine Frage zu den Gleichnissen vom Turmbau und vom abgebrochenen Krieg (Lukas 14, 25 – 33) war: Was darf mich Jesus kosten?

Eine Blamage bis auf die Knochen

„Wer nicht alles loslassen kann und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.“ Dies sagt Jesus, bevor er fragt, wie es sich verhält, wenn jemand einen Turm baut und diesen nicht fertigstellen kann, weil er sein Vorhaben nicht bis zum Schluss geplant und kalkuliert hat. Der wird zu Gespött der Leute.

So ist es auch mit dem Glauben und der Nachfolge: Es ist eine Herausforderung, mit Jesus zu leben. Dieses Gleichnis soll illustrieren, dass man sich nicht übernehmen soll im gefühlten geistlichen Höhenflug. Statt „Turm“ könnte man das Wort in diesem Gleichnis auch mit „Burg“ oder „Schloss“ übersetzen, das heißt, da will einer groß heraus und mit seinem Glauben vor den Menschen angeben. Damit wird man aber eine Bauchlandung machen und sich vor den Menschen blamieren. Das illustriert auch das Gleichnis vom abgebrochenen Krieg. Der König, der den Angriff abbrechen muss, ist bis auf die Knochen blamiert.

Gibt es auch in unserem Leben Bereiche, in denen nicht der Heilige Geist herrscht? Glaube ist das Ende der Sofa-Landschaft. Doch möchte ich mir in manchen Dingen ein Vetorecht vorbehalten? Oder darf Jesus überall mein Chef sein? Ist zum Beispiel „der Zehnte“ für mich ein Reizwort? Und gibt es Dinge, die ich nur heimlich tue? Wie fühle ich mich dabei? Nicht wirklich gut – und man hält sich die Menschen und Gott in diesen Dingen auf Abstand.

Ratschlag: Vertraue Jesus alle Bereiche deines Lebens an. Vertraue in allem Jesus! Volles Vertrauen. Nur so entsteht ein herzliches Miteinander mit Jesus – und der Heilige Geist kann sich voll entfalten – bis in den letzten Winkel deines Lebens.

Die Tragik ist unsere Halbherzigkeit. Was bisher Jesus vorenthalten war, muss ihm vorbehalten sein. Glaube ist ein radikaler Beschluss auf Lebenszeit: Alles gehört Jesus. Alles muss von Jesu Willen bestimmt sein, von seiner Liebe und Wahrhaftigkeit. Alle inneren Schlupfwinkel müssen aufgegeben werden; und das, was Jesus dann daraus macht, ist ganz anders und vor allem vollkommen und gut.

Vers 33: Lossagung von allem, was Jesus nicht gehört. Dann wird die Schönheit der Zeit mit Gott überwältigend werden. Dein Herz wird für Jesus brennen. Habe ich danach Sehnsucht?