Die Predigt von Pastor Martin Lutzweiler vom 4. November 2018 bezeichnete der Moderator dieses Gottesdienstes als Schwarzbrot für die Gemeinde, also eine etwas schwierig zu verstehende biblische Wahrheit von grundlegender Bedeutung. Im Predigttext Römer 8, 1 – 4 geht es um die Botschaft, dass es für uns Christen keine Verdammnis mehr gibt.

Doch worin besteht der Sachverhalt, dass dieses Thema so schwierig zu verstehen macht? Martin hat es mit den Begriffen Lebensbestimmung und Lebensdilemma umschrieben. Einerseits soll sich in unserem Leben erfüllen, was Gott für uns bestimmt hat; und die Beziehung zu Gott ist die Grundlage für unser Leben im Sinne unserer Lebensbestimmung – und unser Glaube wird im gelebten Leben verwirklicht. Andererseits schaffen wir es nicht, Gottes Bestimmungen (Weisungen) einzuhalten; der Appell an den guten Willen, das Richtige zu tun, greift zu kurz.

Warum ist das so? Wir stehen unter der Herrschaft einer Macht, die uns lähmt, Gottes Gesetz zu befolgen. Es ist wie mit einem Tier, dass beim Blick in die starren Augen der Schlange wie gelähmt stehen bleibt, anstatt das Weite zu suchen.

Wie lässt sich dieses Dilemma in unserem Leben auflösen? Im Menschen muss etwas grundlegend anders werden. Das wurde Paulus bei seiner Begegnung mit Jesus klar. Und Gott hat gehandelt, indem er seinen Sohn für uns hingegeben hat, damit wir nicht mehr unter der Herrschaft der bösen Macht (Satan) stehen, sondern ein Leben aus Gnade möglich wird.

Gott schafft uns eine neue Lebensgrundlage: Leben im Geist – eine neue Lebensdimension, aus der Kraft Gottes zu leben. Gottes Liebe und Gnade sollen wir einatmen und wieder ausatmen = an andere Menschen weitergeben.