Gelassenheit hat eine immense Kraft. Haltung und Fokus sind auf Ruhe eingestellt, und das jederzeit. Das waren die beiden Grundaussagen von Heiko Volz am Beginn seiner Predigt am 29. September 2019.

Wenn Stress, Streit, Sorgen und dergleichen auftreten, bleibt der gelassene Mensch innerlich dennoch ruhig. So bauscht sich die Situation nicht auf. Folgende Schritte raten Psychologen zum Umgang mit unangenehmen Situationen:

  1. Durchatmen (erst mal ruhig bleiben)
  2. Entscheide dich dagegen!
  3. Aktiviere deinen Körper!
  4. Erkenne die Quelle deiner Gelassenheit!
  5. Packe es jetzt an!
  6. Akzeptiere die Dinge, die du nicht ändern kannst.

Und das empfiehlt die Bibel (Hebräer 4, 10 – 11a):

  1. Gehe in die Ruhe Gottes ein. Das sei dein Lebensziel.
  2. Setze alles daran, um in diese Ruhe zu gelangen.

 

Gott ruht in sich selbst, denn er ist mit sich selbst eins. Darum ist er der Allmächtige. Gott handelt mit Bedacht und nicht rastlos. Doch was bedeutet es, in die Ruhe Gottes einzugehen?

  1. In Gottes Ruhe einzugehen bedeutet, Gottes Frieden zu empfangen.
  2. In Gottes Ruhe einzugehen bedeutet, nach Hause zu kommen. Das bedeutet, wenn wir unser Leben Jesus Christus übergeben haben, gelangen wir in die Ruhe Gottes; wir werden sie immer wieder geschenkt bekommen.
  3. Wir lernen zu arbeiten, aber auch die Zeiten der Ruhe zu genießen, so wie Gott sich selbst einen Ruhetag gegönnt hat. Die Ruhe Gottes hat kein Ende: Am siebten Schöpfungstag wird im Gegensatz zu den vorherigen Schöpfungstagen der Abend nicht mehr erwähnt.

 

Aus Glauben heraus gelassen leben: Gottes Ruhe empfangen und immer wieder neu erbitten. In der Ruhe hat der Mensch eine segensreiche Außenwirkung.

Beispiel David: Er blieb gelassen

  • bei den Schafen, als ihm offenbart wurde, dass er der neue König werden sollte,
  • im Kampf gegen Goliath,
  • bei seiner Flucht vor König Saul,
  • bei der Flucht vor seinem eigenen Sohn.

Seine Psalmen beschreiben oft den Sinneswandel, wie er vom Klagen über eine bestimmte Situation in den Lobpreis Gottes übergeht.

Gegenbeispiel König Saul: Er blieb nicht gelassen, er hat es „verkackt“.

 

Gelassenheit ist weder Faulheit noch Gleichgültigkeit noch die Haltung, alles so hinzunehmen.

 

Drei Wege zur Gelassenheit (Hebräer 13, 5 – 6):

  1. Grenzen belassen und akzeptieren, was vorhanden ist.
  2. Loslassen von Ballast: zufrieden sein mit dem, was man hat und kann. Was bzw. wen soll ich loslassen bzw. unterlassen?
  3. Sich einlassen auf Gott. Ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten (1. Petrus 5, 7).

 

Gelassenheit bedeutet Gott mehr zu vertrauen als sich selbst. Daraus ergeben sich folgende Fragen:

  • In welchen Bereichen möchte ich neu auf Gott vertrauen?
  • Was hindert mich, in diesen Bereichen auf Gott zu vertrauen?