Eine Predigtreihe im März 2019 – Die Bewahrung der Schöpfung als Anbetung Gottes

17.03.2019: Was ist der Auftrag Gottes an uns? (Simon Tews)

Was ist Gottes Auftrag an uns? Wir müssen zurücktreten. Denn Jesus ist der Herr, alles ist durch ihn und hat durch ihn Bestand (Kolosser 1, 16); wir sind nur Gast auf Erden (Psalm 119, 19); wir sind Verwalter (1. Mose 1, 28); Jesus ist der Anfang und das Ende (Offenbarung 2, 20).

Wir werden die Welt nicht retten. Doch die ganze Schöpfung sehnt sich nach Erlösung (Römer 8, 22). Sünde haben wir individuell in unseren Beziehungen und kollektiv in unseren Systemen. Es geht also mehr um unsere Haltung: Erhaltung der Schöpfung als Anbetung Gottes.

  1. Wir haben Rechte und Pflichten.
  2. Es ist ein heiliger Auftrag Gottes, ein Vertrauensbeweis seiner Liebe an uns.
  3. Ganzheitlich leben: Lebensrhythmen ernstnehmen.
  4. Ethik des Genug.

Standortbestimmung: Was davon lebt schon

  1. in deinem Herzen?
  2. In deinem Verhalten?
  3. In unserer Gemeinde?

24.03.2019: Fülle teilen – ein Wesenszug biblischer Gerechtigkeit (Martin Lutzweiler)

Biblische Gerechtigkeit (hebräisch zedekah) bedeutet personenbezogene Gerechtigkeit, nicht Gesetzlichkeit. Es geht darum, ob ein Mensch seinem Auftrag gerecht wird (Micha 6, 8). Diese Gerechtigkeit ist auf Leben ausgerichtet wie das Heil.

Micha 6, 8 ist der Leitvers für die Gerechtigkeit. In der Bibel handeln über 3000 Stellen von der Gerechtigkeit. Beim Thema Gerechtigkeit sollen wir nicht von Knappheit ausgehen, sondern von der Fülle Gottes (Psalm 104). Gottes Schöpfung soll den Menschen versorgen und ihm zum Heil sein. Gottes Schöpfung ist sehr gut, die Fülle, Überfluss, Grund zur Freude, ein Geschenk an die Menschen. Gott möchte uns Freude bereiten, indem er uns alles zur Verfügung stellt. Deshalb dürfen wir Gott feiern und das Leben genießen.

Das Grundproblem des Menschen ist die Angst, es könnte nicht reichen, er könnte zu kurz kommen, ihm könnte etwas vorenthalten werden. Daher versucht der Mensch, seinen Besitz auf Kosten der anderen zu mehren. Es sollte eigentlich keine armen Menschen im Land geben (5. Mose 15), aber es gibt sie; doch damit soll man sich nicht abfinden.

Lösung: Die Ethik des Genug. Paulus: Ich habe gelernt, es mir genügen zu lassen (Philipper 4, 11). Somit kann auch ich teilen, weil Gott ein Gott der Fülle ist und mir alles gibt, was ich zum Leben brauche. Paulus: Der Glaube ist in der Liebe tätig.

Jesus: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Aber sein Reich hat mit dieser Welt zu tun. Er ist der Erhalter der Schöpfung.Ohne ihn kann die Welt nicht zusammenhalten. Veränderung geschieht immer bei einem selber; Gott gibt dazu Impulse, umzudenken: Ökonomie der Fülle – dazu gibt der Vater im Himmel gerne.

31.03.2019: Salz der Erde – Licht der Welt (Heiko Volz)

Die Grundlage: Gott hat die Welt geschaffen und dort seine Liebe hineingegeben. Wir Menschen haben von Gott den Auftrag, diese Welt zu bewirtschaften. Gott hat die Fülle in die Welt gegeben, also sollte es für alle reichen. Eigentlich gibt es keinen Grund für Mangel, Armut und Ungerechtigkeit: Das ist nämlich meist menschgemacht.

Matthäus 5, 13: „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.“ Das spricht Jesus auch zu uns. Das ist kein Befehl, sondern ein Zuspruch.

Ihr seid das Salz der Erde.

  1. Salz war damals sehr wertvoll (das weiße Gold). Salzvorkommen bedeutete für eine Stadt Wohlstand. ==> Botschaft: Ihr seid das Wertvollste für die Erde.
  2. Salz ist lebensnotwendig. Ohne Salz würden wir sterben. Zuerst führt Salzmangel zu nervlichen Störungen, Schizophrenie u.s.w., dann zum Tod. ==> Botschaft: Ihr seid notwendig zum Überleben der Erde.
  3. Salz ist ein Gewürz. Und Salz verstärkt den Geschmack aller Gewürze, steigert die Qualität von Lebensmitteln. ==> Botschaft: Ihr macht das Fade in der Welt geschmackvoll.
  4. Salz hilft gegen Bitterkeit in Lebensmitteln. ==> Botschaft: Ihr zieht die Bitterkeit aus der Welt.
  5. Salz ist ein Reinigungsmittel. Es tötet Bakterien. Es reinigt Wunden. ==> Botschaft: Ihr dürft den verkündigen, der die Reinheit in Person ist, der reinigt von der Sünde.
  6. Salz ist ein Konservierungsmittel. Fleisch wird durch Salz haltbar und zart. ==> Botschaft: Ihr könnt dem Zersetzungsprozess (Sterben) etwas entgegensetzen, weil ich (Jesus) in euch bin.

Ihr seid das Licht der Welt.

Niemand stellt sein Licht unter den Scheffel. ==> Botschaft: Wir sollen uns zeigen und das Evangelium nicht vor der Welt verstecken. Wo Licht ist, muss die Dunkelheit weichen.

Jesus sagt „ihr“ und nicht „du“. Das ist also eine Gemeinschaftsaufgabe. Gemeinsam sind wir Salz und Licht. Seid also mutig und selbstbewusst.