Die Predigt am 16. Dezember 2018 von Simon Tews war eine Vertiefung zu Jesaja 9 Vers 5 über die vier Bezeichnungen für Jesus: Wunderrat, Gottheld, Ewig-Vater und Friedefürst. Ein Name ist nicht Schall und Rauch. Mit dem Namen verbindet sich eine Identität. Jesaja nennt viele (Bei-)Namen von Jesus Christus, darunter auch „Gottheld“ bzw. „Starker Gott“.

„Starker Gott“ bedeutet im Hebräischen ein Kämpfer oder Krieger. Die Jünger von Jesus sehen in ihm einen Menschen, der fasziniert; aber mit der Zeit erkennen sie, dass da mehr in ihm ist. Wer ist Jesus? Nur eine historische Person oder auch Gottes Sohn, der Messias, mein Retter und Erlöser …?

Damals hat niemand Jesus (Joseph und Maria) die Tür in Bethlehem geöffnet. Das wäre sicher anders gewesen, hätten die Leute gewusst, wer er wirklich war.

„Das ist mein geliebter Sohn.“ Auf dem Berg der Verklärung erkennen die Jünger endlich, dass Jesus Gott ist. Er ist nicht das kleine Jesulein, sondern der Sohn Gottes, der starke allmächtige Gott. Diese Erkenntnis hat auch für mich Konsequenzen: Prioritäten ändern sich, was für mich wirklich wichtig ist, was mir Freude macht, was mich erfüllt. Das bedeutet: Gott hat mich verändert (Transformation).

Welchen Stellenwert hat das Wort Gottes heute für mich? Habe ich noch die tiefe Sehnsucht nach Gott und seiner Wegweisung für mich? Welche Erwartungen an Gott habe ich im Alltag, in der Praxis des Lebens? Rechne ich noch mit Gottes Hilfe und dass er mich heute noch heilt? Ziehe ich mich auf meine Möglichkeiten zurück oder denke ich an Gottes Möglichkeiten?

Wer steht im Zentrum? Meine Probleme, Sorgen u.s.w. oder Gottheld, der starke Kämpfer, auf den ich vertrauen darf? Jesus begegnet jeder Situation souverän, weil er die Möglichkeit hat: Er hilft, wenn ich ihn rufe. Ich darf nach dem Gottheld schreien. Ich darf Gott als Held erleben.

Jesus ging auf einen Berg, um zu beten, wenn etwas in Unordnung geraten war (zum Beispiel nach der Hinrichtung von Johannes, dem Täufer). Wie handle ich, wenn bei mir etwas in Unordnung gerät? Wenn Probleme auftauchen? Ziehe ich mich dann auch in die Stille zurück, um zu Gott zu beten, um ihn um Hilfe zu bitten? Oder versuche ich erst, auf meine Möglichkeiten zu schauen und diese auszuprobieren? Dann brauche ich Transformation. Ich muss lernen, die Welt (und damit auch meine Probleme) mit Gottes Augen zu sehen.