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Die Teenie-Bibelschule

Ein Bericht und Rückblick aus dem Jahr 2001

Ein nicht unwesentlicher Arbeitsbereich unserer Gemeinschaft ist die Unterweisung Kinder und Jugendlicher. Sie sollen gute Grundkenntnisse vermittelt bekommen in biblischen Sach- und Lebensfragen. Diesen Zweig unserer Jugendarbeit gibt es seit 1935. Die Siebt-und Achtklässler fuhren jeweils zwei Winterhalbjahre zum „Konfirmandenunterricht“ nach Karlsruhe in die Südendstrasse, wo die Kinder des gesamten Karlsruher Bezirks zusammenkamen. Dort fand am Ende der Unterrichtszeit ein Festgottesdienst mit Prüfung des gelernten Stoffes statt und Segnung durch den damaligen Pastor, Carl Wiechert, der auch bis etwa 1944 den Unterricht erteilte, unterstützt von seiner Frau. Dann übernahm Lehrer Emil Müller diese Aufgabe, der an der Volksschule in Singen unterrichtete und zur Christlichen Gemeinschaft in Singen gehörte und zeitweilig auch den „Konfirmandenunterricht“ bei sich zu Hause erteilte. Konfirmandenunterricht war noch lange der gängige Ausdruck in Anlehnung an die kirchliche Tradition; doch nachdem die Christliche Gemeinschaft dazu übergegangen war, die Säuglinge nicht mehr zu taufen, sondern zu segnen, war die Einsegnung nach dem Unterricht im eigentlichen Sinne keine Konfirmation mehr, die biblische Unterweisung aber war und ist Vorbereitung und Hinführung zur Glaubenstaufe.

 

Die Ellmendinger Eltern veranlassten 1954, dass Lehrer Müller zum Unterricht nach Ellmendingen kam, um den Kindern den weiten Weg nach Karlsruhe zu ersparen.(Mit der Kleinbahn nach Ittersbach, dann mit der Albtalbahn weiter nach Karlsruhe, später mit der Bundesbahn von Wilferdingen aus, wohin die Kinder aber erst mit dem Fahrrad fahren mussten.) Bruder Müller kam mit dem Fahrrad von Singen. Das bedeutete, dass die Ellmendinger Kinder von da ab nicht mehr mit den Kindern des Karlsruher Bezirks zusammen waren. Und so fand am Ostermontag 1956 erstmals eine Einsegnung im Ellmendinger Gemeinschaftssaal in der Talstraße statt, die Bruder Wiechert vornahm. Der Einsegnungssonntag war viele Jahre hindurch der „Weiße“ Sonntag (Quasimodogeniti), ab und zu Laetare oder Judica, in jüngerer Zeit war es meist der Palmsonntag.

Als die Gemeinde mit Günter Kubitzky einen eigenen Pastor einstellte, übernahm dieser auch die Glaubensunterweisung und die Einsegnung. 1963 ging G.Kubitzky wieder in ein außergemeindliches Arbeitsverhältnis. Der in Langenalb, später in Pforzheim ansässige Pastor Walter Brosi, der nun zuständig für die Unterweisung gewesen wäre, übertrug diese Aufgabe Hannelore Ratz, die zu der Zeit – bis 1968 – an der Grund-und Hauptschule als Lehrerin in Niebelsbach bzw. Ottenhausen tätig war. Diesen ehrenamtlichen  Dienst der Glaubensunterweisung führte sie von 1966 bis 1971 in ihrer Wohnung, dann in den neuen Gemeindehaus-Räumen, kontinuierlich bis 2001 aus, auch nachdem 1984 die Gemeinde mit dem Albkreis zusammen mit Werner Ratz einen eigenen Pastor bekam. Zwischenzeitlich (1996) mussten Parallelgruppen eingerichtet werden, um die einzelnen Jahrgänge getrennt zu unterrichten, was bisher jeweils in Doppelklassen geschehen war. Pastor Werner Ratz und Diakonin Donate Zechiel teilten sich in die zusätzliche Arbeit.

All die Jahre hindurch wurden auch die Kinder der Familien aus dem Albkreis in den Unterricht integriert. Mit der Umbenennung von Glaubensunterweisung in Teeny-Bibelschule kam man einem Trend entgegen, aber man öffnete auch gemeindefremden Kindern den Zugang.

Die festlichen Abschlussgottesdienste mit einer unterschiedlich gestalteten Prüfung waren oft so gut besucht, dass eine Video-Übertragung in die unteren Räume erforderlich wurde.

Von 1956 bis 2001 wurden in der Christlichen Gemeinschaft Ellmendingen circa 160 Kinder/Jugendliche eingesegnet. Von diesen sind zum jetzigen Zeitpunkt (2001) etwa 60 in der Gemeinde anwesend.

Ziele der Unterweisung: Biblische Grundkenntnisse erweitern und in Zusammenhänge bringen (Biblische Lehre). Lebensfragen und ethische Themen ansprechen und aufarbeiten. Die Bibel als Handbuch zur Beantwortung von Lebensfragen kennen lernen. Selbständigen Umgang mit der Bibel erlernen. Den Platz in der Gemeinde finden. Die Teilnahme am Unterricht war für Kinder von Gemeindegliedern bisher selbstverständlich und auch für andere nach erfolgter Anmeldung verbindlich. Er trägt – mit gewissen Einschränkungen – schulischen Charakter.

Biblischer Maßstab ist 5.Mose 6,4-7: …diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden.

P.S. Stand 2017: ± 80 Mitglieder/Besucher der CGE haben hier in der Gemeinde den Unterricht besucht.

Hannelore Ratz

Timo Volz, Royal Rangers Ellmendingen

Wachsen durch Dienen

 

Epheser 4,7-13: In diesem Abschnitt geht es darum, dass eine Gemeinde zum Wachstum bestimmt ist und dass Gott ihr dazu Gaben geschenkt hat. Ausdrücklich genannt werden Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten, Lehrer. Diese Gaben sind also Werkzeuge, die dem Wachstum einer Gemeinde dienen. Sowohl durch Menschen, die zum Glauben finden, als auch durch persönliches Wachstum (also Reife) des Einzelnen. Wirksam werden diese Gaben aber nur, wenn sie auch von den Menschen eingesetzt werden, wenn sie zum Dienst an den anderen genutzt werden. Wenn es einer Gemeinde gelingt, eine Kultur des Dienens zu entwickeln, wird sie wachsen. Das gleiche Prinzip gilt auch für den Einzelnen: Fängt er an zu dienen, wird er auch wachsen.

„Mit Gottes Hilfe will ich mein Bestes tun, um Gott, meiner Gemeinde und meinen Mitmenschen zu dienen, …“ Das ist der Anfang des Versprechens, das jeder Ranger auswendig kann. Die dreifache Zielsetzung der Royal Rangers Arbeit lautet:

  1. Wir wollen Kinder zu Jesus führen,
  2. bei Jesus halten,
  3. dienstbereit für Jesus machen.

Ein Leiter der RR, der sich mit seinen Gaben einbringt, wird zum Vorbild für die Kinder und hilft ihnen damit, ihre eigenen Gaben zu entdecken und einzubringen. Wenn ein Kind dann seine Gaben einbringt, dient es der Gemeinde. Wenn es der Gemeinde dient, wächst das Kind und wächst die Gemeinde.

Wir haben also auf der einen Seite den Dienst des Leiters, auf der anderen Seite das Wachstum der Kinder. Und wir haben auch das Wachstum des Leiters durch den Dienst, den er ausübt. Wenn dann die Kinder anfangen zu dienen, geht der Kreislauf mit ihnen weiter. Der Schlüssel ist also der Dienst durch die Gaben, die wir von Gott empfangen haben.

 

Bei den Gaben des o.g. Bibeltextes handelt es sich um Leitungsaufgaben. Also ist für das Wachstum des Einzelnen wie auch einer Gemeinde Leitung notwendig. Und die wiederum wird von Gott durch die verschiedenen Gaben geschenkt. Wir sehen also:

  1. Leiterschaft wird uns durch geschenkte Gaben ermöglicht (Geschenk).
  2. Der Einsatz der Gaben ist Dienst am anderen (Entscheidung).
  3. Dienst ist Voraussetzung für Leiterschaft (Haltung).

 

Bei den Royal Rangers wird daher die Leiterschaft als Dienst verstanden. Jeder kann Leiter werden, wenn er oder sie die richtige Einstellung hat und zum Dienen bereit ist. Es gibt den sogenannten Wachstumspfad, auf dem jeder Ranger unterwegs ist. Er gliedert sich in die verschiedenen Ausbildungen, die man im Laufe seiner Rangerzeit erfährt. Dabei werden die Ranger Schritt für Schritt an Leiterschaft herangeführt. Hier ein Beispiel:

Als Starter (6-8J.) lernt der Ranger den Ablauf des Stammtreffs kennen.

Als Kundschafter (9-11J.) wird er Teilaufgaben des Stammtreffs innerhalb des eigenen Teams übernehmen (ein Spiel vorbereiten).

Als Pfadfinder (12-14J.) wird er Teilaufgaben des Stammtreffs auch außerhalb des eigenen Teams übernehmen, z.B. Spiel oder Andacht für ein anderes Team.

Als Pfadranger (15-18J.) wird er Aufgaben im Stammtreff für den ganzen Stamm übernehmen, z.B. die Organisation eines Spiels für den ganzen Stamm. In dieser Stufe ist es schon möglich, ein eigenes Team zu leiten.

In der ganzen Zeit zeigt sich, welche Gaben der junge Mensch bekommt, und er hat die Möglichkeit sie auszuprobieren. Die Ranger werden ausdrücklich nicht für den Dienst bei den Rangern ausgebildet, sondern für den Dienst im Reich Gottes. Gott hat die Gaben ja zum Wachstum der Gemeinde (also aller Gläubigen) geschenkt und deshalb steht es den Rangern frei, sich in anderen Bereichen der Gemeindearbeit zu investieren. Die Ranger sollen lernen, ihre Gaben dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden.

Timo Volz, Leiterschaft Royal Rangers

2016.
Ein Jahr, das ziemlich krass war für unsere Jugend. In dem viel Veränderung, Heilung und Erneuerung geschehen ist. All das haben wir auf der Silvesterfreizeit vom 29.12.16 bis zum 2.1.17 noch ein bisschen Revue passieren lassen.
Am Nachmittag des 29. machten sich 33 Jugendliche, vollbepackt und wohlgemerkt ohne Handy 😀 in diversen Autos auf den Weg nach Worms. Wie wir alle sicherlich zur genüge erlebt haben, besitzt der seven2eight, oder besser gesagt seine Mitarbeiter, ein Faible für Rätsel und Schnitzeljagden. Das bedeutete in Worms dann kurz gesagt: mich und meine Gruppe durch einen gefühlten Urwald an Straßen und Schneidergärten durch die Dunkelheit zu schicken, nur um uns – natürlich nicht auf dem direktem Weg – zu unserem Ziel zu führen. Naja, angekommen sind wir ja dann aber trotzdem alle. Dort warteten dann 2.567.230 Stufen, eine mit Mehl und Milch gestreckte Pilzsoße und natürlich Heiko’s wundervoller „Gesang“ auf uns.

Die Tage dort waren aber so viel mehr als Schnitzeljagden, wechselnde Küchendienste und Lasertagspielen in der Innenstadt.
Tiefgründige Gespräche, mega Lobpreis und wertschätzende Briefe an uns gegenseitig waren zudem nicht die einzigen, wirklichen Highlights. Bei der Silvesterfreizeit hatten wir das Thema Reich Gottes, was davon schon gegenwärtig ist, und was davon erst erfüllt sein wird, wenn Jesus wiederkommt. Wie lebt man als „Bürger“ des Reich Gottes? Welche Werte zählen dort, und was ist das überhaupt? So waren die Tage geprägt von der Aussage: „Dieses Reich breitet sich da aus, wo Menschen zum Glauben kommen und wir als ‚Bürger‘ hingehen“. Wir verbrachten wirklich vier mega coole Tage zusammen.

An alle Mitarbeiter und so:
Merci, dass ihr, wieder Mal so ’nen nicen Job gemacht habt, eure kreativen Ideen, eurer Humor und euer Gespür für Jugendliche sind eine mega fette Bereicherung für die Jugend!

Rauschenden Beifall spendeten die ca. 450 Zuschauer nach der Aufführung des Musicals „Paulus“ am Sonntag, 14.02.2016. Zuvor hatten die über 60 Kinder und Jugendlichen in den Winterferien fleißig die Lieder, Theaterszenen und Tänze eingeübt. Auch die Kreativität und die Freizeit kamen nicht zu kurz. Jeden Tag waren sie von 10.00 bis 16.00 Uhr zusammen. Das Ergebnis konnte sich dann sehen und hören lassen. Die Zuschauer begleiteten Paulus ein kleines, aber wichtiges Stück seines Lebensweges. Sie erlebten mit, wie er von einem radikalen Christenverfolger zu einem überzeugten Christusnachfolger wurde. Diese erstaunliche Wende bewirkte seine beeindruckende Begegnung mit Jesus, dem Auferstandenen. So wurde der Apostel Paulus zum ersten Missionar in der frühen Christenheit, der das Evangelium verbreitete und viele Gemeinden gründete.

Aber das Musical hatte den jungen Künstlern und auch den Zuschauern noch mehr zu sagen: Eine Begegnung mit Jesus ist heute noch möglich!

Jonathan und Khristine Ross haben ab September die Leitung der Kinderarbeit übernommen. An die sechzig Kinder zwischen 3 und 13 Jahren kommen jeden Sonntag zum Kindergottesdienst „Schatzinsel“ mit Musik, Theater und altersspezifischen Kleingruppen. Die neuen Leiter können aus einem Pool von 30 Mitarbeitern schöpfen und freuen sich, dass ihnen auch das bisherige Leitungsteam mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.
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Der Vorstand er Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) mit Sitz in Korntal hat eine Stellungnahme zur Flüchtlingssituation in Europa veröffentlicht. Sie ruft dazu auf, Flüchtlinge willkommen zu heißen und spricht die besonderen Herausforderungen an, die christliche Kirchen und missonarische Verbände annehmen sollten.

Die AEM in Deutschland ist ein Zusammenschluss von über 100 evangelikalen Missionsgesellschaften, Hilfswerken und Ausbildungsstätten aus dem Bereich der Landeskirchen, Landeskirchlichen Gemeinschaften und Freikirchen. Sie arbeitet auf der Glaubensgrundlage der Deutschen Evangelischen Allianz. Der Mülheimer Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft, MV-Sekretär Dieter Stiefelhagen arbeitet im AEM-Vorstand mit.

Das Papier (abrufbar auf der AEM-Website) im Wortlaut:

Erklärung des AEM-Vorstandes zur aktuellen Flüchtlingssituation in Europa

Bei seiner letzten Vorstandssitzung hat sich der AEM-Vorstand intensiv mit der aktuellen Flüchtlingslage in Europa befasst und erklärt dazu:

  1. Die Bibel ist voll von Migrationsgeschichten: Adam, Noah, Abraham, Jakob, Joseph, Mose, David, Hesekiel, Jeremia, Nehemia, Daniel, Jesus, die Apostel und frühe Gemeinde… Trotz allem Versagen von Menschen handelt Gott; er ist souverän und wirkt durch die weltweite Migration, macht Heilsgeschichte und will dem Einzelnen ein guter Hirte sein.
  2. Die Gemeinde Jesu war von Anfang an eine Gemeinschaft, die Menschen aus allen Völkern, sozialen Ständen und Sprachen, Männer und Frauen in gleicher Weise einschloss. Sie bildeten eine große Familie. Das zeichnet die Gemeinde Jesu aus; das gilt es auch heute in unseren Gemeinden zu lehren und zu leben.
  3. In Deutschland haben wir große Erfahrung, Flüchtlinge willkommen zu heißen und Migranten zu integrieren. Nach der Vertreibung von Juden, Christen und Andersdenkenden im Dritten Reich, haben wir nach 1945 13 Mio. Vertriebene aus den Ostgebieten integriert, in den 60-iger Jahren Millionen Gastarbeiter eingeladen, ab den 70-iger Jahren kamen viele Russlanddeutsche hinzu, nach 1989/90 Hundertausende Spätaussiedler aus Osteuropa. Auch jetzt haben wir wieder Gelegenheit, Menschen in großer Not eine Zuflucht und neue Heimat zu bieten. Darum fordern wir alle Gemeinden auf, sich den neuen Nachbarn in ihrer Umgebung zuzuwenden – im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10,25ff) erklärt Jesus, wer unser Nächster ist, dem wir helfen sollen.
  4. Wir fordern alle Missionswerke auf, Missionare, die aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland zurückkommen, hier im Dienst unter Flüchtlingen einzusetzen. Sie sind unschätzbare Brückenbauer zwischen den Kulturen und helfen Gemeinden, ihre Möglichkeiten zu nutzen und zu entwickeln.
  5. Die meisten Flüchtlinge sind Bürgerkrieg oder Terror entkommen, oft traumatisiert von der Flucht. Hier gilt Jesu Wort: „Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet … Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matthäus 25,35ff). Viele Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien, Irak, Iran und Westafrika sind Christen. Sie brauchen unsere Solidarität und Hilfe. Wir bitten darum, ihnen großzügig Privatquartiere, Gemeindehäuser und Freizeitheime als Unterkunft anzubieten, zumal viele auch in Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland weiter um ihres Glaubens willen verfolgt werden.
  6. Viele Flüchtlinge sind als Muslime islamistischem Terror entkommen. Sie (wie auch die 5 Mio. Muslime, die schon länger in unserem Land leben) sind tief schockiert über die menschenverachtenden Grausamkeiten, die im Namen ihrer Religion angerichtet werden. Sie hatten nie die Gelegenheit, frei zu denken und kritisch zu hinterfragen. Jetzt brechen viele Fragen auf: Warum öffnen ihnen die aus ihrer Sicht „ungläubigen“ Europäer die Tür und nehmen sie freundlich auf, während ihre Cousins auf der arabischen Halbinsel sie herzlos abweisen? Das bringt viele ins Fragen.
  7. Die meisten muslimischen Flüchtlinge sind in ihrer Heimat nie einem Christen begegnet; sie hatten nie einen Nachfolger von Jesus zum Freund und haben nie das Evangelium im Alltag erlebt. Das ist unsere Gelegenheit, ihnen in der Liebe Jesu zu begegnen.
  8. Untersuchungen zeigen zudem, dass viele syrische Flüchtlinge hochgebildet sind, hart arbeiten wollen und relativ wenige Kinder haben. Bereits vor Beginn des Bürgerkriegs lag die Geburtenrate mit 2,3% pro Jahr recht niedrig (UN, Worldbank). Die Ängste vor einer „biologischen Übernahme“ widersprechen den Fakten.
  9. Natürlich sind Flüchtlinge ebenso wenig „Heilige“ wie Menschen im Westen. Es gibt darunter selbstlose und egoistische, so wie auch unter uns. Jeder Mensch braucht die Erlösung und das neue Leben in Jesus. In den meisten Herkunftsländern gibt es jedoch große Einschränkungen für christliche Gemeinden und die Verkündigung des Evangeliums. Hier haben wir alle Freiheit, die Liebe Jesu zu bezeugen.
  10. Wir stehen ein für die Allgemeinen Menschenrechte, Religionsfreiheit in allen Ländern sowie den Schutz der Minderheiten vor Manipulation und Gewalt durch Andersdenkende. Wir setzen uns ein für Frieden, menschenwürdige Lebensverhältnisse und nachhaltige Entwicklung. Christen sind weltweit besonders sozial diskriminiert und verfolgt. Wir fordern ihren Schutz durch staatliche Organe – auch in unserem Land. Nur so werden die Ursachen für Flucht und Vertreibung abgebaut.
  11. Wir nehmen die Ängste in der Bevölkerung wahr und erkennen die großen finanziellen und sozialen Leistungen, die jetzt für die Versorgung und Integration so vieler Flüchtlinge erforderlich ist. Als eines der reichsten und wirtschaftlich stärksten Länder der Erde können wir diese Herausforderung anpacken.
  12. Viele Muslime wollen dem allmächtigen Gott, dem Schöpfer Himmels und der Erde, dienen, doch erscheint der Allmächtige ihnen stets fremd, unendlich weit entfernt. Und so suchen sie mit großem Eifer religiöse Pflichten zu erfüllen in der verzweifelten Hoffnung, dass es im Endgericht reicht. Denn sie wissen nichts von der Gerechtigkeit Gottes (Röm 10,3), dass Gott selbst die gefallene Schöpfung mit sich selbst versöhnt hat in Jesus Christus. Diese wunderbare Botschaft dürfen wir mit Menschen in unserer Nachbarschaft teilen. Wir haben heute die einzigartige Gelegenheit, vor Ort zahllose Menschen mit Jesus bekannt zu machen, die noch nie die Gute Nachricht gehört haben.

AEM-Vorstand am 29. September 2015″

Integration geht manchmal ganz einfach…
zum Beispiel mit Kaffee und Kuchen

Das erlebten wir auch bei unserem ersten Integrations-Café am 31. Mai im Café W18.
Pünktlich um 15 Uhr erschienen alle Kelterner Flüchtlingsfamilien, die zuvor von Mitarbeitern des Arbeitskreises persönlich eingeladen worden waren, und setzten sich erwartungsvoll an die Tische. Nach der Begrüßung versorgte sich jeder mit Kuchen und Getränken und es entspannten sich erste Gespräche. Es war ermutigend zu sehen, dass unser Herr sogar für Übersetzer gesorgt hatte, so dass wir wirklich mit allen reden konnten. Später wurde dann Boule und Fußball gespielt und am Ende des vergnüglichen Nachmittags freuten sich die Kinder, dass sie aus einer Spiele- und Puzzlespende einige Geschenke mit nach Hause nehmen durften.

Alle Flüchtlinge (die ich kenne) wünschen sich den Kontakt zu Einheimischen. Auf dieser Basis fällt es doch leichter, auf den einen oder anderen zuzugehen, oder? Macht einfach mit!

Das In-Café findet in Zukunft jeden ersten Sonntag im Monat im Rahmen des Café W18 statt.

Carola Glenz

Hilfsdienst für Notleidende aus Pforzheim hilft Kriegsgeschädigten und Flüchtlingen in der Ukraine

Pforzheim / Kiew
Notleidenden Menschen eine helfende Hand zu reichen, das ist Symbol auf den Lkw’s und zugleich Auftrag des Hilfsdienstes für Notleidende (HfN) aus Pforzheim. Seit über zwanzig Jahren hilft die humanitäre Organisation deshalb schon in der Ukraine. Hilfe benötigen die Menschen in der ehemaligen Sowjetrepublik zur Zeit dringender den je. Der Ukraine – Krieg hat eine Million Menschen zu Flüchtlingen gemacht, die alles verloren haben: Wohnung, Arbeit und oft auch Angehörige.
Der Hilfsdienst für Notleidende sammelte den ganzen Winter über im Enzkreis und in Pforzheim gut erhaltene Kleidung, medizinisches Gerät, Verbandsmaterial und vieles mehr. Am 18. April konnte schließlich ein Hilfstransport nach Kiew aufbrechen.
Vor Ort realisierten Jürgen und Regine Augenstein und Eugen Roth vom HfN schnell, dass sie sich in einem Kriegsland befinden. Ihre langjährigen Freunde warteten dringend auf die Kleidung aus Deutschland. Obwohl sie bislang ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten, sind sie mittlerweile selbst zu Hilfsbedürftigen geworden. „Unsere Übersetzerin Tamara, die als Deutschdozentin arbeitet, verdient seit Jahren 150 Euro im Monat. Seit Beginn der Krise sind die Preise jedoch um mehr als das Doppelte angestiegen. Wie sie davon leben und ihre Miete zahlen soll, ist uns schleierhaft.“ Wie es den Flüchtlingen in dieser Situation geht, erfuhr das HfN-Team vom Präses freier evangelischer Gemeinden, dessen Kirchen Hilfe im ganzen Land koordinieren. Er gab ihnen eine Übersicht über die Flüchtlingslage: Eine große Gruppe sei in die Westukraine geflohen. Dort seien die Menschen besonders offen und bereit, Flüchtlingen zu helfen. Wenn nötig, nehme man dort sogar Hilfsbedürftige im eigenen Haus auf. Viele Ostukrainer würden auch versuchen, im Großraum Kiew unterzukommen. Die Christen stünden ihnen zur Seite, wo immer möglich. Am katastrophalsten sei jedoch die Lage in der Ostukraine. In Kellern zerbombter Häuser würden seit Monaten alte Menschen leben, die nicht fliehen könnten. Nahrungsmittel, Wasser, Baumaterial, medizinische Versorgung sei alles Mangelware. Unter Lebensgefahr versuche man, diesen Menschen Hilfe zu bringen. Oft müsse man sich dazu durch vermintes Gebiet in Frontnähe schlagen.
Neben den materiellen Spenden waren 4500 Euro Spendengelder für Lebensmittel beim HfN  eingegangen. Vor Ort wurden Grundnahrungsmittel wie Öl, Getreide, Zucker und Kekse eingekauft und an Flüchtlingsfamilien in Kiew, der Westukraine und im Donezker Gebiet im Osten verteilt.
Unvergesslich ist dem HfN-Team die Hilfsbereitschaft der ukrainischen Christen.
Von dem Wenigen, mit dem die Ukrainer zur Zeit selbst auskommen müssen, geben sie noch bereitwillig ab. „Solch eine Hilfsbereitschaft in aller Armut möchten wir unbedingt weiter unterstützen mit unserer Vereinsarbeit. Wir sind wirklich dankbar, dass wir dort ganz praktisch helfen konnten,“ so die mit vielen bewegenden Eindrücken nach Pforzheim zurückgekehrten HfN’ler.

Wir haben eineinhalb Jahre die Teeniebibelschule in der Christlichen Gemeinschaft besucht:

Zaira Ruthe
Gut unterrichtet – auch mit Spaß. Nette Gemeinschaft

Yael Hildebrandt
Die Gemeinschaft, die ich hier erfahren habe, war sehr wertvoll für mich. Ich habe hier tolle Leute kennengelernt, mit denen ich mich auch außerhalb vom TBS sehr gut verstehe => TBS war eine tolle, lehrreiche Erfahrung für mich.

Damaris Ruthe
Man lernt viel und es macht Spaß. Fragen wurden beantwortet. Gemeinschaft mit Gott!

Luca Bellert
Man lernt viel über das Leben mit Gott. Gute Gemeinschaft = Spaß

Benjamin Stamm
Ich mache TBS, weil ich mehr über Gott die Welt erfahren möchte

Maike Hoffmann
Ich habe viel neues über Gott und seine Eigenschaften gelernt, wie viele es davon gibt und was sie für uns bedeuten

Luisa Röck
Ich finde TBS cool wegen der guten Gemeinschaft. Und der Unterricht war meistens interessant.

Nikita Krämer
Mir hat es gut gefallen, weil wir alle gut drauf sind und weil man etwas Gutes gelernt hat.

Sara Hildebrandt
Ich habe viel neues dazu gelernt

Cordula Zechiel
Es hat mir gut gefallen, obwohl es Unterricht ist. Ich habe mehr über Gott, Jesus uns den heiligen Geist erfahre
Daniel Bäuerle
Ich habe viel gelernt und Spaß gehabt. Und dabei Mittwochs einfach mal entspanne können

Lea Marie Koser
Ich habe viel über Gott und Jesus gelernt. Ich konnte viele Glaubensfragen stellen und die Antworten halfen mir sehr.

Judith Ratz
Den Unterricht fand ich sehr spannend und lehrreich. Ich habe viele Sachen erfahren, die ich noch nicht wusste. Und ich wurde dazu angeregt, mir mehr Gedanken über Gott und den Glauben zu machen.

Der Karlsruher Afrikaner Patrick Resseng bot in der CG Ellmendingen einen Intensivworkshop, der es in sich hatte.

Vom 28. – 30. November 2014 studierte Patrick Resseng mit den Gospel und Gesang begeisterten Teilnehmern das Reportoire für ein volles Konzertprogramm ein, das sich schließlich hören lassen konnte.

Die Auffühung am Sonntagabend in der CG Ellmendingen war ein voller Erfolg! Der extra zu dieser Gelegenheit zusammengestellten Chor, steckte sein Publikum an und überraschte mit afrikanischer Spontanität und Lebensfreude. Einige Lieder stammten von Patrick Resseng persönlich.

Der Künstler stammt aus Kamerun. Bei einem Gesangwettbewerb in seiner afrikanischen Heimat, wurde Patrick Resseng schon vor Jahren entdeckt. Schon seit seiner Kindheit gehört der Musik seine ganze Leidenschaft.

Bei internationlaen Konzerten begeisterte seine Stimme, sowie sein Können am Klavier, der Gitarre und den Perkussions.

Patrick Resseng arbeitet als Workshopleiter und Vocalcoach für Chöre und Bands.