Impuls aus der Predigt von Martin Lutzweiler vom 17. Juni 2018

Diese Bibelverse waren der Ausgangspunkt seiner Predigt:

  • 1. Korinther 1, 30 + 31: Das Wort vom Kreuz – den einen ist es Torheit, den anderen Kraft.
  • Jeremia 9, 22: Rühme dich nicht deiner Weisheit, deiner Stärke oder deines Reichtums, sondern rühme dich des Herrn.

Was bedeutet „rühmen“?

  • „stolz sein auf“ ist nicht ganz das Gleiche wie „sich rühmen“.
  • Bei „rühmen“ geht es um etwas Existenzielles der Person. Wofür lebt diese Person? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Was ist dieser Person wichtig? Was ist deren Identität?

Folge: Wer an Gott glaubt, sein Leben Gott anvertraut hat, von Jesus befreit wurde, der rühmt sich, wenn er konsequent ist, Gottes und seiner Liebe und Gnade, nicht seiner eigenen Gaben und Fähigkeiten, die letztendlich auch von Gott gegeben sind.

So auch Paulus: Er hatte erkannt, dass seine gesellschaftliche Stellung und seine Bildung nichts sind, deren er sich rühmen konnte. Alles dies ist – im Lichte Jesu betrachtet – nur Verlust und Müll. Deshalb sagt er: Jetzt lebe ich für Jesus. Das ist meine Identität. Dessen möchte ich mich rühmen, ich rühme mich des Herrn Jesu Christi.

Paulus hat seine Identität gewechselt. Alles, was ihm bisher wichtig war, ist nichts mehr, auf das er stolz sein möchte. Nicht mehr seine Ausbildung zum Schriftgelehrten macht ihn aus, sondern Jesus und dessen Missionsauftrag. Vor Damaskus fiel sein Ruhmesgebäude in sich zusammen. Die Welt Gottes zu erleben, an seinen Leiden teilzuhaben, um in allen Dingen Jesus ähnlich zu werden, das war das Ansinnen von Paulus.

Was ist mir wichtig?

Was gibt mir Stabilität?

Was macht mein Leben aus?